10 April 2026, 12:05

Siemens plant radikale Umstrukturierung – Sparten könnten verschwinden

Inhaberschuldverschreibung ausgestellt von Landore Siemens Steel Company Limited, ein Papierdokument mit Unternehmensdetails wie Name und Adresse.

Siemens plant radikale Umstrukturierung – Sparten könnten verschwinden

Laut Medienberichten erwägt Siemens im Rahmen seiner langfristigen Strategie eine umfassende interne Umstrukturierung. Die geplante Neuordnung könnte zentrale Sparten auflösen und Verantwortlichkeiten innerhalb des Konzerns neu verteilen. Bisher gibt es seitens des Unternehmens jedoch keine offizielle Bestätigung.

Die Pläne gehen auf die vor eineinhalb Jahren vorgestellte "One Tech Company"-Strategie von Vorstandschef Roland Busch zurück. Mit diesem Ansatz will Siemens interne Hürden abbauen und Fachwissen über alle Geschäftsbereiche hinweg zentralisieren. Sollte die Reform umgesetzt werden, könnten die Sparten Digital Industries und Smart Infrastructure als eigenständige Einheiten entfallen.

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Ihre Geschäftsbereiche würden dann direkt an den Vorstand berichten. Die Umstrukturierung hätte auch Auswirkungen auf die Positionen von Top-Managern wie Matthias Rebellius und Cedrik Neike, deren aktuelle Aufgaben im Zuge der Neuordnung neu zugewiesen werden könnten.

Anpassungen sind zudem in den Bereichen Vertrieb, Einkauf und Entwicklung zu erwarten. Trotz der Veränderungen betont Siemens, dass derzeit keine Stellenstreichungen geplant seien. Eine endgültige Entscheidung über die Umstrukturierung steht jedoch noch aus.

Auf Anfrage der Handelsblatt lehnte das Unternehmen eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

Die vorgeschlagenen Änderungen spiegeln Siemens' Bestreben wider, die Abläufe zu straffen und die Technologiebereiche enger zu verzahnen. Zwar sind keine Entlassungen zu erwarten, doch würde die Neuordnung eine deutliche Veränderung in der Führungstruktur und den Arbeitsprozessen des Konzerns bedeuten. Bis zu einer offiziellen Bekanntgabe bleibt der Ausgang der Pläne jedoch ungewiss.

Quelle