Schärfere Social-Media-Regeln für Kinder: Regierung setzt auf Expertenrat und Elternverantwortung
Marie GüntherSchärfere Social-Media-Regeln für Kinder: Regierung setzt auf Expertenrat und Elternverantwortung
Bundesfamilienministerin Karin Prien hat die Pläne für strengere Regeln für Kinder und Jugendliche in sozialen Medien bekräftigt. Die Regierung wartet nun auf die Empfehlungen von Fachleuten, bevor sie konkrete Maßnahmen beschließt. Eine Entscheidung wird erwartet, sobald eine Expertenkommission im Juni ihre Ergebnisse vorlegt.
Prien betonte, dass das Thema weiterhin hohe Priorität habe. Die Diskussionen konzentrierten sich dabei nicht nur auf Verbote, sondern vor allem auf die Verantwortung der Eltern und eine bessere Medienkompetenz. Diese Punkte decken sich mit den Vorschlägen von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, der sich ebenfalls gegen pauschale Verbote ausgesprochen hatte.
Dobrindt hatte zuvor argumentiert, dass Einschränkungen über reine Altersprüfungen und Verbote hinausgehen müssten. Er forderte einen ausgewogenen Ansatz, der Schutz mit Teilhabe verbindet. Prien unterstützte diese Haltung und erklärte, dass neue Regeln stets auch Bildung und Unterstützung für Familien beinhalten müssten.
Sobald die Expertenkommission ihren Bericht im kommenden Monat vorlegt, wird die Regierung ein Maßnahmenpaket ausarbeiten. Dazu könnten neue Gesetze gehören, die regeln, wie junge Menschen soziale Medien nutzen. Die genauen Änderungen hängen von den Empfehlungen der Kommission ab, die im Juni erwartet werden. Falls die Pläne umgesetzt werden, würde dies einen Wandel in der deutschen Politik zur Steuerung der Online-Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen bedeuten. Der Fokus wird voraussichtlich auf Aufklärung und elterlicher Einbindung liegen – und weniger auf pauschalen Beschränkungen.






