Satelliten sollen Deutschlands Funklücken im Mobilfunk bis 2029 schließen
Johanna JägerSatelliten sollen Deutschlands Funklücken im Mobilfunk bis 2029 schließen
Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um Funklücken zu schließen
Neue Partnerschaften sollen für zuverlässige Mobilfunkverbindungen in abgelegenen Gebieten sorgen und die Notfallkommunikation stärken. Erste Tests laufen bereits, ein flächendeckender Ausbau der Dienste ist in den kommenden Jahren geplant.
O2 Telefónica arbeitet mit dem in Luxemburg ansässigen Unternehmen OQ Technology zusammen, um satellitengestütztes mobiles Internet zu erproben. Die Tests finden ab Anfang 2027 in der Nähe von Waren am Müritzsee in Mecklenburg-Vorpommern statt. OQ betreibt derzeit fünf Satelliten, drei weitere sollen noch in diesem Jahr starten.
Bis Ende 2027 will das Unternehmen sein Netz auf 48 Satelliten ausbauen, was eine Abdeckung alle 30 Minuten an jedem Ort der Erde ermöglichen würde. Bis 2028 oder 2029 plant OQ, 150 Satelliten in die Umlaufbahn zu bringen, um durchgehende Dienste für datenintensive Anwendungen anzubieten. Smartphone-Nutzer könnten dann Geschwindigkeiten von ein bis zwei Megabit pro Sekunde erreichen.
Unterdessen kooperiert die Deutsche Telekom mit Starlink, um die Mobilfunkversorgung in abgelegenen Regionen zu verbessern. Der Dienst soll 2028 an den Start gehen. Auch Vodafone hat ein Joint Venture mit AST SpaceMobile gegründet, ein konkretes Startdatum steht jedoch noch nicht fest.
Die Satellitenverbindungen sollen die bestehenden Mobilfunknetze ergänzen, Funklöcher beseitigen und als Backup-Lösung bei Naturkatastrophen oder Netzausfällen dienen. Die neuen Satellitenprojekte werden die Mobilfunkabdeckung auf ländliche und schwer zugängliche Gebiete ausweiten. Die Telekommunikationsunternehmen investieren in weltraumgestützte Lösungen, um in ganz Deutschland eine zuverlässigere Konnektivität zu gewährleisten. Die Dienste sollen in den nächsten Jahren schrittweise eingeführt werden.






