Sachsen-Anhalts Wirtschaft kämpft mit Energiekosten, Bürokratie und Steuerlast
Marie GüntherSachsen-Anhalts Wirtschaft kämpft mit Energiekosten, Bürokratie und Steuerlast
Wirtschaft in Sachsen-Anhalt und ganz Deutschland bleibt in anhaltender Flaute gefangen
Laut der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau steckt die Wirtschaft in Sachsen-Anhalt und bundesweit weiterhin in einer lang anhaltenden Schwächephase fest. Auf ihrer Frühjahrsvollversammlung benannte die Organisation tief verwurzelte Probleme, die das Wachstum bremsen, und forderte dringende politische Kurskorrekturen.
IHK-Präsident Sascha Gläßer verwies auf vier zentrale Hemmnisse: explodierende Energiekosten, hohe Löhne, starke Steuerbelastung und übermäßige Bürokratie. Diese Faktoren erstickten seiner Ansicht nach die wirtschaftliche Dynamik und schwächten die Wettbewerbsfähigkeit der Region nachhaltig.
Die Versammlung verabschiedete offiziell die "Politischen Forderungen der IHK Halle-Dessau für Sachsen-Anhalt 2026" – ein Positionspapier mit zentralen Anforderungen an die Landesregierung. Darin werden sieben Schlüsselfelder adressiert: Arbeitsmarktregulierung, Bildung, Innovation, Außenhandel, Bürokratieabbau, Energieversorgung sowie Infrastrukturausbau.
Gläßer warnte, dass sich die wirtschaftlichen Probleme der Region ohne konkrete Reformen weiter verschärfen würden. Zwar erkenne die Bundespolitik Handlungsbedarf an, doch spürbare Entlastungen blieben bisher aus. Gleichzeitig erhielt die IHK positive Rückmeldungen zu ihrer laufenden Kampagne, die das Vertrauen in Sachsen-Anhalt als Wirtschaftsstandort stärken soll.
Mit den politischen Forderungen will die Kammer die wirtschaftliche Debatte vor den Landtagswahlen 2026 prägen. Durch Fachwissen und klare Vorschläge setzt sie sich für Maßnahmen ein, die Wachstum beleben und die Attraktivität der Region für Investoren erhöhen könnten.
Das verabschiedete Papier skizziert nun eine Roadmap für die wirtschaftspolitische Agenda der Landesregierung. Würden die vorgeschlagenen Reformen umgesetzt, könnten langjährige Wachstumsbarrieren abgebaut werden. Bis zur Wahl 2026 wird die IHK weiter auf die Umsetzung dieser Veränderungen drängen.






