Sachsen-Anhalt verbietet Schülerpraktika bei der AfD-Fraktion im Landtag
Tobias LangSachsen-Anhalt verbietet Schülerpraktika bei der AfD-Fraktion im Landtag
Schulen in Sachsen-Anhalt haben Schülern untersagt, Praktika bei der Landtagsfraktion der AfD zu absolvieren. Betroffen ist in diesem Jahr auch der Girls' und Boys' Day, eine bundesweite Aktion, die Jugendlichen kurze Berufserfahrungen ermöglicht. Über 20 Schüler hatten sich für Plätze bei der Partei beworben, bevor die Entscheidung bekannt gegeben wurde.
Bildungsminister Jan Riedel verteidigte das Vorgehen und betonte, Schulen müssten verfassungsfeindliche Tendenzen abwehren. Die AfD bezeichnete er als eine in Teilen Deutschlands "nachweislich rechtsextreme" Organisation. Laut Riedel enthält das Parteiprogramm "antidemokratische" und "menschenverachtende" Positionen, was eine Zusammenarbeit unmöglich mache.
Die AfD wies das Verbot als politisch motiviert zurück. Fraktionschef Ulrich Siegmund argumentierte, die Landtagsfraktion sei rechtlich eigenständig und nicht mit der Gesamtpartei gleichzusetzen. Dennoch bleibt die Sperre für alle Schülerpraktika im Zusammenhang mit der AfD in Sachsen-Anhalt bestehen.
Die Entscheidung verhindert, dass Jugendliche im Rahmen der jährlichen Berufsorientierungsinitiative Erfahrungen bei der AfD sammeln können. Die Behörden bestehen darauf, dass das Verbot der Pflicht der Schulen entspreche, extremistischen Einflüssen entgegenzuwirken. Die AfD hält die Regelung weiterhin für ungerecht und diskriminierend.






