Sachsen-Anhalt setzt auf Zuwanderung gegen Fachkräftemangel und demografischen Wandel
Johanna JägerSachsen-Anhalt setzt auf Zuwanderung gegen Fachkräftemangel und demografischen Wandel
Zuwanderung prägt den Arbeitsmarkt in Sachsen-Anhalt immer stärker
In Sachsen-Anhalt gewinnt Migration eine zunehmend wichtige Rolle für den Arbeitsmarkt. Fast neun Prozent der Beschäftigten in der Region kommen mittlerweile aus dem Ausland, und jedes vierte Unternehmen stellt internationale Arbeitskräfte ein. Markus Behrens, Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt–Thüringen der Bundesagentur für Arbeit, betont die Bedeutung dieses Trends angesichts des demografischen Wandels.
Innerhalb des letzten Jahrzehnts ist die Zahl der ausländischen Beschäftigten in Sachsen-Anhalt dramatisch um 308 Prozent gestiegen. Allein zwischen 2020 und 2025 stieg die Anzahl der Betriebe, die ausländisches Personal beschäftigen, um 3.492 – ein Plus von 43 Prozent. Von Juni 2024 bis Juni 2025 erhöhte sich die Zahl der sozialversicherungspflichtig beschäftigten Ausländerinnen und Ausländer um 5.560.
Trotz dieses Wachstums stellen jedoch noch immer fast drei Viertel der Unternehmen in der Region keine internationalen Arbeitskräfte ein. Größere Betriebe zeigen sich hingegen offener für ausländische Beschäftigte, was auf eine zunehmende Diversität der Belegschaften hindeutet.
Die Integration von Arbeitskräften aus dem Ausland wird für die Wirtschaft Sachsen-Anhalts immer entscheidender. Mit dem deutlichen Anstieg internationaler Beschäftigter passt sich die Region den veränderten Anforderungen des Arbeitsmarktes an. Behrens unterstreicht, dass Zuwanderung auch künftig eine zentrale Rolle spielen werde, um die demografischen Herausforderungen zu bewältigen.






