27 March 2026, 18:04

"Richi"-Meme löst juristischen Streit um unerlaubte Vermarktung aus

Schwarze und weiße Werbung für Friedrich Steinfels in Zürich mit Bildern von Gebäuden, Menschen und Text.

"Richi"-Meme löst juristischen Streit um unerlaubte Vermarktung aus

Ein virales Schweizer Meme mit einem Jungen, der von einem Bagger fällt, löst Rechtsstreit über unerlaubte kommerzielle Nutzung aus

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Die Familie Schömbächler, die 2010 in dem ursprünglichen TV-Ausschnitt zu sehen war, hat sich wiederholt gegen die Vermarktung ihres Bildes und ihrer Stimmen ausgesprochen. Trotz ihrer Proteste wird das Meme weiterhin für Merchandise-Artikel, Musik und sogar Sportevents ohne Erlaubnis genutzt.

Das sogenannte "Richi"-Meme stammt aus einer Folge der SRF-Sendung "Auf und davon" von 2010, in der die Familie Schömbächler bei ihrer Auswanderung nach Kanada begleitet wird. In der Szene stürzt der junge Richi von einem Bagger, während sein Vater Hermann erschrocken ruft. Der Moment entwickelte sich zum Schweizer Internetphänomen und tauchte später auf Socken, Bügelbildern und in einem Kinderbuch auf.

Die Familie hat nie offizielle Lizenzen für diese Produkte erteilt. Sie bestätigte, keine Einnahmen erhalten oder ihre Zustimmung gegeben zu haben, und kritisiert die unerlaubte Verwendung ihrer Bilder und Stimmen. Zwar hält der SRF teilweise die Rechte an den Aufnahmen, doch die Familie behält die Persönlichkeitsrechte an ihrem Abbild.

2022 veröffentlichte die Schweizer Band Stubete Gäng ein Lied mit dem Titel "Richi", in dem das Baggergeräusch und Hermanns Ruf zu hören sind. Nach öffentlichen Protesten der Familie im März 2024 willigte die Band ein, seine Stimme in künftigen Versionen zu entfernen. Auch der Schweizer Eishockeyverband stellte die Nutzung des Memes als Torhymne nach den Beschwerden der Familie ein.

Trotz der Kontroverse verkauft das Unternehmen Swissmeme weiterhin "Richi"-Merchandise. Das Unternehmen gibt an, in Gesprächen mit dem SRF zu stehen, hat sich jedoch nicht direkt zu den Bedenken der Familie geäußert.

Die Familie Schömbächler bleibt entschlossen, ihre Privatsphäre und rechtlichen Ansprüche zu verteidigen. Obwohl einige Urheber nach ihren Interventionen Anpassungen vorgenommen haben, zirkulieren weiterhin Merchandise-Artikel und Medieninhalte rund um das Meme. Der Fall zeigt die anhaltenden Herausforderungen auf, die Persönlichkeitsrechte im digitalen Zeitalter mit sich bringen.

Quelle