Reifenhersteller erhöhen 2017 die Preise um bis zu neun Prozent
Führende Reifenhersteller erhöhen zu Beginn des Jahres 2017 ihre Preise – ausgelöst durch stark gestiegene Materialkosten. Goodyear, Hankook, Pirelli und Continental haben bereits Preiserhöhungen von bis zu neun Prozent angekündigt oder umgesetzt. Der Schritt kommt, nachdem die Beschaffungspreise für Naturkautschuk deutlich angestiegen sind und die Gewinnmargen der Unternehmen unter Druck geraten.
Goodyear machte den Anfang und erhöhte die Preise um bis zu acht Prozent, gültig ab dem 1. März. Hankook und Pirelli zogen nach: Hankook mit Aufschlägen von vier bis fünf Prozent, Pirelli mit bis zu neun Prozent, jeweils ab dem 1. April.
Frank Biller, Analyst der LBBW, wies darauf hin, dass die Hersteller die Preise anpassen müssten, um ihre Margen zu schützen. Zwar spürten zunächst die Händler die Auswirkungen, doch erwarte er, dass die Mehrkosten bald auch die Verbraucher erreichten. Continental allein muss in diesem Jahr durch die höheren Kautschukpreise eine zusätzliche Belastung von 500 Millionen Euro stemmen.
Trotz der Herausforderungen bleibt die Branche optimistisch. Eine starke Nachfrage – insbesondere nach Reifen für Geländewagen – treibt das Wachstum im Sektor weiter voran.
Die Preiserhöhungen betreffen alle Reifentypen und spiegeln den breiten Kostendruck in der gesamten Branche wider. Sollten die Marktbedingungen anhalten, könnten weitere Anpassungen folgen. Sowohl Verbraucher als auch Händler müssen sich in den kommenden Monaten auf die höheren Kosten einstellen.






