07 April 2026, 18:06

Rechtsstreit um Caren Miosga: Medienanwalt wirft Talkshow Voreingenommenheit vor

Gelblich, leicht zerknitterte Zeitung mit schwarzer Tinte, Headline lesbar "Semanario Repúblicano Democrático Federal", das Wort "Diskussion" prominent.

Rechtsstreit um Caren Miosga: Medienanwalt wirft Talkshow Voreingenommenheit vor

Ein Rechtsstreit ist um eine bevorstehende Folge der NDR- und ARD-Talkshow Caren Miosga entbrannt. Der Medienanwalt Christian Schertz wirft der Sendung Vorurteile in der Behandlung des Falls Collien Fernandes gegen Christian Ulmen vor. Das Team der Show weist die Vorwürfe zurück, räumt aber die öffentliche Bedeutung des Themas ein.

Im Mittelpunkt der Kontroverse steht eine Ausgabe mit der Schauspielerin Collien Fernandes und Bundesjustizministerin Stefanie Hubig. Schertz, der den Schauspieler Christian Ulmen vertritt, kritisiert die einseitige Auswahl der Gäste als rechtlich bedenklich. Er behauptet, dass die Weigerung der Sendung, Ulmens Perspektive einzubeziehen, sie angreifbar für rechtliche Schritte mache.

Schertz hatte sich selbst als Diskussionsteilnehmer angeboten, wurde jedoch abgelehnt. Unterdessen prüfen die Staatsanwälte in Itzehoe weiterhin die Vorwürfe von Fernandes gegen Ulmen. Die Redaktion von Caren Miosga betont, die Sendung behandle ein zentrales gesellschaftspolitisches Thema, und weist die Vorwürfe der Voreingenommenheit oder rechtswidrigen Verhaltens zurück.

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Über den Talkshow-Streit hinaus bereitet Schertz rechtliche Schritte gegen Der Spiegel vor. Er bestreitet die Berichterstattung des Magazins über einen Vorfall auf Mallorca und bezeichnet deren Darstellung als unvollständig. Zudem weist Schertz den Vorwurf zurück, Ulmen habe Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet – eine Behauptung, die mit dem größeren Fall in Verbindung steht.

Die umstrittene Talkshow-Folge bleibt unter Beobachtung, während Schertz mit weiteren juristischen Schritten droht. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu Fernandes' Vorwürfen laufen weiter, und Caren Miosga hält an der Fairness des Formats fest. Das Ergebnis von Schertz' geplanter Klage gegen Der Spiegel könnte die laufenden Auseinandersetzungen zusätzlich anheizen.

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