RAW-Gelände in Berlin: Clubs kämpfen um ihr Überleben gegen Eigentümer Kurth
Noah KrügerRAW-Gelände in Berlin: Clubs kämpfen um ihr Überleben gegen Eigentümer Kurth
Protest am Samstag: Rettet das Berliner RAW-Gelände – Clubs und Kulturstätten droht die Schließung
Für diesen Samstag ist eine Demonstration geplant, um das Berliner RAW-Gelände zu retten, wo mehrere Clubs und Kulturstätten vor der Schließung stehen. Die von lokalen Parteien unterstützte Kundgebung soll auf die Notlage der Betreiber aufmerksam machen, die unter dem Druck des Gelände-Eigentümers, der familiengeführten Firma Kurth, leiden.
Im Mittelpunkt des Konflikts stehen Umstrukturierungspläne, die langjährige Einrichtungen wie den Crack Bellmer, die Bar zum Schmutzigen Hobby und die Cassiopeia bedrohen. Die Betreiber fordern nun Klarheit, nachdem Kurth Betriebserlaubnisse widerrufen und Leasingverträge nicht verlängert hat – eine Vorgehensweise, die ihre Existenz in rechtliche Unsicherheit stürzt.
Kurth geht hart gegen die Clubs vor: Betriebsgenehmigungen wurden entzogen, wodurch ihre Aktivitäten formal illegal werden. Zudem verweigert das Unternehmen die Verlängerung kurzfristiger Mietverträge und pocht stattdessen auf sein Recht, Wohnungen zu bauen – obwohl für das Gelände eigentlich ein Baustopp für solche Vorhaben gilt.
Ein Entwurf für eine Lösung sieht einen Kompromiss vor: Kurth könnte das Gelände entwickeln, während den Clubs für mindestens 30 Jahre subventionierte Bedingungen garantiert würden. Doch es gibt weiterhin Streit darüber, wie schnell dieser Entwurf in einen verbindlichen Plan umgesetzt werden soll. Während Kurth die Verzögerungen kritisiert, wehren sich die Betreiber gegen das, was sie als erpresserische Taktiken empfinden.
Das Unternehmen hat eine inoffizielle Frist bis Ende dieses Monats gesetzt, um Fragen zum Brandschutz, Lärmschutz und den Zuständigkeiten der Behörden zu klären. Ohne eine Einigung steht die Zukunft der Kulturszene auf dem RAW-Gelände auf dem Spiel.
Die anstehende Rave-Demonstration, unterstützt von SPD, Grünen und der Linken, wird die Forderungen nach einer fairen Lösung verstärken. Die Clubbetreiber, die nicht nachgeben wollen, drängen auf eine verbindliche Vereinbarung, die ihren Verbleib auf dem Gelände sichert.
Der Protest wird den Druck auf Kurth und die lokalen Behörden erhöhen, eine dauerhafte Lösung zu finden. Sollte bis zum gesetzten Termin keine Einigung erzielt werden, könnten die Clubs auf dem RAW-Gelände für immer schließen müssen.
Das Ergebnis wird entscheiden, ob Berlin einen zentralen Teil seiner Kulturlandschaft behält – oder ob er der Neubebauung zum Opfer fällt.






