21 March 2026, 22:03

Ramadan-Fest endet in München und Stuttgart mit Lichtprojektionen und Verkehrschaos

Eine Gruppe von Menschen in roter und blauer Kleidung mit Musikinstrumenten und Gepäckwagen geht durch einen hell erleuchteten Flughafen mit Geschäften und Beschriftungen im Hintergrund.

Ramadan-Fest endet in München und Stuttgart mit Lichtprojektionen und Verkehrschaos

Zwei deutsche Großstädte feiern das Ende des Ramadan mit großen öffentlichen Veranstaltungen – doch es kommt zu Verkehrschaos

Am 20. März 2026 haben zwei bedeutende deutsche Städte das Ende des Fastenmonats Ramadan mit großen öffentlichen Feiern begangen. In München erstrahlte das Alte Rathaus mit der Aufschrift "Frohes Eid" in 13 Sprachen, während in Stuttgart rund 3.000 Muslime in Bad Cannstatt zum Gebet zusammenkamen. Beide Veranstaltungen führten jedoch zu unerwarteten Verkehrsturbulenzen.

In München ließ die Stadtverwaltung die Fassade des Alten Rathauses illuminieren – ein Zeichen der Offenheit und Unterstützung für die muslimische Gemeinschaft. Die Lichtinstallation folgte einem Beschluss des Stadtrats aus dem Jahr 2024, der sich gegen antimuslimischen Rassismus und für die Stärkung der Demokratie einsetzt. Der stellvertretende Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) übermittelte Eid-Grüße und bezeichnete die Aktion als wichtiges Signal gegen Diskriminierung.

Unterdessen versammelten sich in Stuttgart etwa 3.000 Gläubige in Bad Cannstatt zu einem Gebet, das mit nur kurzer Vorankündigung organisiert worden war. Die Polizei musste daraufhin zusätzliche Kräfte einsetzen, um die Menschenmengen zu kontrollieren. Während der Stoßzeit kam der Verkehr nahezu zum Erliegen, da Sperrungen zu massiven Staus führten. Selbst nach dem etwa einstündigen Gebet verschärften sich die Verkehrsprobleme erneut, als die Besucher gleichzeitig den Veranstaltungsort verließen.

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Die Stuttgarter Behörden sahen sich mit besonderen Herausforderungen konfrontiert, da die Zusammenkunft kaum vorbereitet war. Unklar blieb, ob die Veranstalter die Kundgebung offiziell angemeldet hatten. Die Polizei musste noch lange nach Ende des Gebets den Verkehr regeln, um die Rückstaus aufzulösen.

Die Feierlichkeiten in beiden Städten zeigten einerseits die Bemühungen, muslimische Gemeinschaften anzuerkennen, offenbarten andererseits aber auch logistische Schwächen. Während Münchens Lichtprojektion das Engagement für Vielfalt unterstrich, machte das Verkehrschaos in Stuttgart die Belastungsgrenzen bei spontanen Großveranstaltungen deutlich. Künftig dürften die Verantwortlichen die Koordination solcher Events überprüfen, um ähnliche Engpässe zu vermeiden.

Quelle