07 June 2026, 12:03

Radio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politischen Druck und Finanzierungslücken

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Radio CORAX kämpft um seine Zukunft gegen politischen Druck und Finanzierungslücken

Radio CORAX in Halle sendet seit 2000 unabhängige, bürgernah gestaltete Programme – doch nun steht die Zukunft der Finanzierung durch politischen Druck auf dem Spiel.

Der Sender wird von fast 400 Ehrenamtlichen getragen, die wöchentlich 175 verschiedene Formate produzieren – von Musiksendungen bis zu politischen Diskussionen. Das Programm wechselt täglich und bietet einzigartige Formate wie Tipkin oder das Magazin Serendipität. Die Inhalte werden ausschließlich von den Macher:innen gestaltet und richten sich an vielfältige Zielgruppen, darunter Kinder, queere Communities und Geflüchtete. Mitmachen kann jeder, der in einer Redaktionssitzung eine Idee vorstellt und einen Einführungskurs absolviert.

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Aktuell erhält CORAX jährlich 200.000 Euro von der Landesmedienanstalt sowie kommunale Zuschüsse, Projektförderungen und Spenden. Allein im vergangenen Jahr steuerten Hörer:innen 17.000 Euro bei. Doch die rechtspopulistische AfD fordert die Streichung der Mittel – mit der Begründung, der Sender verbreite linke Ideologien.

Neben dem Radioprogramm organisiert CORAX in Räumen unter dem Studio Filmvorführungen, Debatten und Workshops. Der Sender kooperiert mit Kulturinstitutionen und ist Teil von AMARC, dem weltweiten Netzwerk nichtkommerzieller Radios. Angesichts wachsender politischer Gegenwehr sucht das Team nun nach Wegen, die Zukunft zu sichern – wobei Spenden eine noch größere Rolle spielen sollen.

Trotz der Unsicherheiten bleibt CORAX seinem Modell treu: unabhängig, ehrenamtlich und partizipativ. Ohne stabile Finanzierung könnte jedoch die Unterstützung vielfältiger Stimmen und Gemeinschaftsprojekte gefährdet sein. Bis auf Weiteres sendet der Sender weiter – und arbeitet gleichzeitig an langfristigen Lösungen für die Finanzierung.

Quelle