Pro Bahn attackiert MVG-Pläne: ÖPNV-Kürzungen gefährden Münchner Verkehrswende
Marie GüntherPro Bahn attackiert MVG-Pläne: ÖPNV-Kürzungen gefährden Münchner Verkehrswende
Die Fahrgastorganisation Pro Bahn hat die Pläne der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG), ab 2026 das Angebot zu kürzen, scharf kritisiert. Betroffen wären stark frequentierte Strecken wie die U-Bahn-Linie U7 und die Straßenbahnlinie 25. Pro Bahn argumentiert, die Änderungen würden die Verkehrswende in der Stadt behindern und den steigenden Bedarf nicht decken.
Die MVG begründet die geplanten Einschnitte mit dem angespannten Haushalt der Stadt München. Das Unternehmen will die Taktung auf einigen der am stärksten genutzten Linien reduzieren.
Pro Bahn lehnt die Pläne entschieden ab. Die Organisation warnt, dass Kürzungen die Bemühungen untergraben, mehr Menschen für den ÖPNV zu gewinnen. Zudem werde das wachsende Fahrgastaufkommen ignoriert.
Statt Kürzungen fordert Pro Bahn eine dauerhafte Finanzierung. Die Kommunen, das Land und der Bund müssten sich mindestens zu inflationsbereinigten, pro-Kopf-Beiträgen verpflichten. Gleichzeitig kritisiert die Organisation Ineffizienzen im aktuellen System, etwa ungelöste Kapazitätsprobleme in Depots und Abstellanlagen. Mit besserer Planung ließen sich laut Pro Bahn sowohl Kosten senken als auch das Angebot verbessern.
Zudem übt die Organisation Kritik an vergangenen Investitionsentscheidungen. Gelder seien oft in Projekte mit geringem öffentlichem Nutzen geflossen, statt in dringend notwendige Modernisierungen des Nahverkehrs.
Pro Bahn fordert nun klare finanzielle Zusagen, um die Zukunft des Münchner ÖPNV zu sichern. Nur mit ausreichender Finanzierung – nicht durch Angebotskürzungen – ließen sich die aktuellen Herausforderungen bewältigen, betont die Organisation. Andernfalls drohe die Stadt, ihre Mobilitätsziele zu verfehlen.






