17 June 2026, 19:14

Pfändungsschutzkonten: Warum Betroffene oft leer ausgehen und was die Aktionswoche Schuldenberatung ändern will

Pfändungsschutzkonto: Diakonie Fürth sieht Lücken in der Praxis

Pfändungsschutzkonten: Warum Betroffene oft leer ausgehen und was die Aktionswoche Schuldenberatung ändern will

Aktionswoche Schuldenberatung: Probleme mit Pfändungsschutzkonten bleiben bestehen

Die diesjährige Aktionswoche Schuldenberatung in Deutschland hat auf anhaltende Schwierigkeiten mit Pfändungsschutzkonten (P-Konten) hingewiesen. Unter dem Motto „Wie komme ich an mein Geld? Wenn das P-Konto zum Problemkonto wird“ findet die Veranstaltung vom 15. bis 19. Juni statt. Trotz gesetzlicher Regelungen, die den Zugang zu existenzsichernden Mittel für Verschuldete garantieren sollen, gibt es weiterhin Defizite in der Praxis.

Ein P-Konto sichert einen monatlichen Freibetrag von 1.560 Euro, der dem Kontoinhaber stets zur Verfügung stehen sollte. Doch wie die Diakonie Fürth berichtet, wenden einige Banken die Schutzmechanismen nicht korrekt an. Die Folge: Kartenzahlungen werden abgelehnt oder Bargeldabhebungen am Automaten blockiert – ausgerechnet bei Menschen, die ohnehin schon in finanziellen Nöten stecken.

Grundsätzlich kann jeder Inhaber eines Girokontos die Umwandlung in ein P-Konto beantragen. Allerdings lassen sich Gemeinschaftskonten nicht auf dieselbe Weise umstellen wie Einzelkonten. Die Umwandlung darf zudem keine Änderungen an bestehenden Vertragsbedingungen mit sich bringen, etwa bei Gebühren oder dem Zugang zur Debitkarte.

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Angesichts von 300.000 bis 350.000 Kontopfändungen pro Monat in Deutschland bietet der Schuldner- und Insolvenzberatungsdienst der Diakonie Fürth kostenlose und anonyme Hilfestellung an. Kontoinhaber werden dazu aufgefordert, ihre Daueraufträge an Gläubiger zu überprüfen, um sicherzustellen, dass genug Mittel für lebensnotwendige Ausgaben verbleiben.

Ziel der Aktionswoche ist es, über die Herausforderungen rund um P-Konten aufzuklären und auf Unterstützungsangebote hinzuweisen. Die Diakonie Fürth steht Betroffenen weiterhin zur Seite, die sich mit Kontopfändungen und Schutzmechanismen auseinandersetzen müssen. Ein korrekter Umgang mit P-Konten kann unnötige finanzielle Härten für besonders schutzbedürftige Personen verhindern.

Quelle