Peter Pilz stellt neues Buch zu Pilnaceks rätselhaftem Tod vor – und attackiert Behörden
Noah KrügerPeter Pilz stellt neues Buch zu Pilnaceks rätselhaftem Tod vor – und attackiert Behörden
Peter Pilz hat ein zweites Buch mit dem Titel "Spuren im Schlamm" veröffentlicht, das sich mit dem umstrittenen Tod von Christian Pilnacek befasst. Die Buchpräsentation in Wien lockte ein volles Haus an, darunter der ehemalige Vizekanzler Werner Kogler sowie zentrale Figuren aus dem Pilnacek-Untersuchungsausschuss. Pilz nutzte die Gelegenheit, um sowohl die österreichischen Behörden als auch die Medien für ihren Umgang mit dem Fall scharf zu kritisieren.
Die von Michael Nikbakhsh moderierte Veranstaltung fand in einem ausverkauften Saal statt – ein Zeichen für das große öffentliche Interesse an Pilz' Behauptungen. Sein erstes Buch zu dem Thema war wegen übler Nachrede verurteilt und beschlagnahmt worden, doch waren während der Präsentation weiterhin Exemplare erhältlich. Bei der Buchvorstellung warf Pilz den österreichischen Behörden vor, Whistleblower zu verfolgen, statt sich auf die eigentlichen Kriminellen zu konzentrieren.
Pilz stellte zudem die Staatsanwaltschaft Wien infrage, insbesondere deren Leiter Johann Fuchs, der ihn wiederholt ohne formelle Anklage ermittelt habe. Er schlug vor, eine 3D-Rekonstruktion des Tatorts könnte klären, wie Pilnacek starb, und verwies auf ungeklärte Details wie Schlammspuren an der Hose des Opfers.
Um eine gerichtliche Verfügung zu umgehen, spielte Pilz ein Video ab, in dem eine andere Person Pilnaceks ehemalige Freundin Karin Wurm als seine "Lebenspartnerin" bezeichnete. Zudem kritisierte er die österreichischen Medien dafür, im Fall Pilnacek keine gründlichen investigativen Recherchen betrieben zu haben.
Die Buchpräsentation unterstrich Pilz' anhaltende Infragestellung der offiziellen Darstellungen zu Pilnaceks Tod. Seine Forderungen nach weiteren Ermittlungen, darunter die 3D-Rekonstruktion, halten den Fall in der öffentlichen Diskussion. Die hohe Besucherzahl zeigt, dass die beteiligten Behörden weiterhin unter Beobachtung stehen.






