Ostallgäu startet Kampagne für mehr Rücksicht auf Feldwegen und Wanderrouten
Noah KrügerOstallgäu startet Kampagne für mehr Rücksicht auf Feldwegen und Wanderrouten
"Rücksicht schafft Raum": Neue Kampagne im Ostallgäu für besseres Miteinander
Im Landkreis Ostallgäu ist die Initiative "Rücksicht schafft Raum" gestartet, um das Verhältnis zwischen Landwirten, Forstleuten und Freizeitsportlern zu verbessern. Getragen wird die Aktion vom örtlichen Tourismusverband und dem Bayerischen Bauernverband. Im Fokus stehen stark frequentierte Feld- und Wirtschaftswege, auf denen es häufig zu Konflikten kommt. Die ersten Schilder und Markierungen sind nun am Schwaltenweiher bei Goldhasen aufgestellt worden.
Ziel des Projekts ist es, das gegenseitige Verständnis aller Wegenutzer zu fördern. Spaziergänger, Radfahrer und Wanderer werden aufgefordert, landwirtschaftlichen Maschinen oder Viehherden auszuweichen. Bodenmarkierungen und bildhafte Hinweisschilder sollen auf engen Wegen das Verhalten lenken und so das Unfallrisiko verringern.
Landrätin Maria Rita Zinnecker, die auch den Tourismusverband leitet, betonte die Dringlichkeit der Kampagne. Der lokale Landwirt Xaver Paulsteiner pflichtete ihr bei und erklärte, dass Zusammenarbeit unverzichtbar sei: "Ohne geht es einfach nicht." Weitere Standorte sollen auf Basis von Bürgerrückmeldungen hinzukommen, um gezielt dort zu wirken, wo die Spannungen am größten sind.
In der ersten Phase konzentriert sich die Aktion auf den Bereich Goldhasen; zusätzliche Orte werden nach lokalen Anfragen ausgewählt. Durch mehr Bewusstsein und kleine Verhaltensanpassungen wollen die Initiatoren für sicherere und entspanntere Begegnungen auf den gemeinsamen Wegen im ländlichen Raum sorgen. Der Erfolg des Projekts hängt dabei von der kontinuierlichen Zusammenarbeit zwischen Landwirten, Behörden und der Bevölkerung ab.






