11 June 2026, 16:03

Niedersachsen will bis 2025 komplett auf Ökostrom umstellen – doch Hindernisse bleiben

Niedersachsen meldet Rekordreduktion bei Treibhausgasemissionen

Niedersachsen will bis 2025 komplett auf Ökostrom umstellen – doch Hindernisse bleiben

Niedersachsen setzt sich ehrgeiziges Ziel: Bis 2025 soll der gesamte Strombedarf aus Erneuerbaren gedeckt werden

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Der Weg dorthin ist bereits weit fortgeschritten: Im vergangenen Jahr verzeichnete das Bundesland einen neuen Tiefstand bei den CO₂-Emissionen. Umweltminister Christian Meyer betonte sowohl die erreichten Erfolge als auch die anhaltenden Herausforderungen im Klimaschutz des Landes.

2023 sanken die energiebedingten CO₂-Emissionen Niedersachsens auf 51,6 Millionen Tonnen – ein Rückgang um 9,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und eine Reduzierung um 32,9 Prozent seit 1990. Möglich wurde dies durch Rekordgenehmigungen für Windkraftanlagen und den Ausbau der Photovoltaik-Kapazitäten auf rund 10,5 Gigawatt.

Um die Klimaziele voranzutreiben, hat das Land zudem den Niedersächsischen Klimarat ins Leben gerufen. Minister Meyer unterstrich dessen Bedeutung für die Beschleunigung der Maßnahmen. Gleichzeitig kritisierte er geplante Bundespolitik, die Investitionen bremsen könnte – etwa die Einführung einer „Redispatch-Reserve“ sowie Änderungen bei der Wärmeplanung und im Gebäudeenergiegesetz.

Ein zentrales Projekt ist SALCOS der Salzgitter AG: Sobald es voll funktionsfähig ist, könnten jährlich etwa 7,6 Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Trotz solcher Fortschritte wurden diese potenziellen Einsparungen im Prüfbericht 2023 des Landesrechnungshofs nicht berücksichtigt. Die Behörde forderte stattdessen strengere Klimaschutzmaßnahmen.

Niedersachsen bleibt auf Kurs für sein 2025-Ziel: Der Ausbau Erneuerbarer Energien schreitet voran, gestützt durch neue Infrastruktur und Projekte. Doch Bundesvorgaben und die Empfehlungen der Rechnungsprüfer zeigen: Um den Schwung zu halten, ist noch weitere Arbeit nötig.

Quelle