Newroz feiert Premiere im Humboldt Forum – ein Fest zwischen Tradition und Widerstand
Tobias LangNewroz feiert Premiere im Humboldt Forum – ein Fest zwischen Tradition und Widerstand
Newroz, das wichtigste iranische Fest, kommt dieses Wochenende nach Berlin
Zum ersten Mal wird das Humboldt Forum in diesem Jahr die Feierlichkeiten zu Newroz ausrichten – ein Fest, das in Ländern wie dem Iran oder Afghanistan weiterhin verboten ist. Sieben lokale Vereine haben sich zusammengeschlossen, um Traditionen kurdischer, zentralasiatischer, usbekischer, iranischer und afghanischer Gemeinschaften zu präsentieren.
Das Fest findet am Samstag von 11 bis 20:30 Uhr im Humboldt Forum statt, der Eintritt ist für alle Besucher kostenlos. Es ist Teil des Jahresprogramms des Hauses unter dem Motto "Beziehungen: Familie" und kommt zu einer Zeit, in der viele Familien mit Unsicherheit konfrontiert sind. Die Veranstalter möchten die Geschichte und Bräuche von Newroz vermitteln, einem Fest, das von rund 300 Millionen Menschen in über 20 Ländern gefeiert wird.
Eine Podiumsdiskussion widmet sich der Frage, wie Menschen Newroz in Zeiten von Leid und Unterdrückung begehen. Daneben gibt es traditionelle Aktivitäten wie Drachenbau, Eierbemalen und Tänze sowie klassische Musik und Konzerte mit kurdischem Rock.
Auch außerhalb des Humboldt Forums wird in Berlin gefeiert: Das Haus der Kulturen der Welt legt den Fokus auf persische Kultur und Künstlerinnen – kuratiert von Ava Irandoost. Weitere Veranstaltungen finden im Gorki Theater, am Oranienplatz (Samstag) und am Waterloo Ufer 7 (Freitag) statt.
Seit fast 50 Jahren wird Newroz vom iranischen Regime unterdrückt, doch es bleibt ein Akt des Widerstands. Die diesjährigen Feiern in Berlin unterstreichen seine anhaltende Bedeutung und bringen vielfältige Gemeinschaften zusammen, um ein Fest zu begehen, das in weiten Teilen der Welt noch immer verboten ist.






