Neue Rettungshubschrauber-Station in Lahr startet 2026 mit "Christoph Ortenau"
Noah KrügerNeue Rettungshubschrauber-Station in Lahr startet 2026 mit "Christoph Ortenau"
Neue Luftrettungsstation am Flughafen Lahr: DRF Stiftung Luftrettung erhält Zuschlag
Am Flughafen Lahr entsteht eine neue Luftrettungsstation, nachdem das Innenministerium den Auftrag an die DRF Stiftung Luftrettung vergeben hat. Die Entscheidung fällt nach einem wettbewerblichen Auswahlverfahren, in dem die DRF sowohl in der Qualitäts- als auch in der Kostenbewertung die höchsten Punktzahlen erzielte. Die Station soll die Notfallversorgung für die Bewohner des Ortenaukreises und des nördlichen Schwarzwalds deutlich verbessern.
Die DRF setzte sich in einer strengen Prüfung durch, bei der Qualität und Preis jeweils zu 50 Prozent in die Gesamtbewertung einflossen. Ihr Angebot überzeugte als bestes Gesamtpaket und sicherte ihr die 15-jährige Konzession für den neuen Standort.
Der Betrieb startet am 1. Juli 2026 mit einem Hubschrauber vom Typ Airbus H145 D3, ausgestattet mit einem Fünfblattrotor. Der Rettungshubschrauber wird unter dem Funkrufnamen «Christoph Ortenau» während der Tageslichtstunden – von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – im Einsatz sein. Die DRF stellt die Piloten sowie das medizinisch-technische Personal, während die Notärzte von der Ortenau Klinik gestellt werden.
Die neue Station entspricht den Empfehlungen der Struktur- und Bedarfsanalyse Luftrettung Baden-Württemberg aus dem Jahr 2020. Sie ist die zehnte operative Basis im Land und gewährleistet, dass jeder Ort in der Region tagsüber innerhalb von 20 Minuten per Hubschrauber erreicht werden kann. Neun dieser Stationen waren bereits vor der Aufschaltung in Lahr in Betrieb.
Mit der Erweiterung wird insbesondere die Versorgungslücke entlang der Achse Lahr–Freudenstadt geschlossen, was die Notfallreaktion für die ansässige Bevölkerung deutlich beschleunigt.
Die neue Luftrettungsstation am Flughafen Lahr stärkt die notfallmedizinische Versorgung im Ortenaukreis und im nördlichen Schwarzwald. Ab Mitte 2026 wird der Hubschrauber während der Tagesstunden schnelleren Zugang zu lebensrettenden Maßnahmen ermöglichen. Das Projekt setzt die fachlichen Vorgaben zur Optimierung der Luftrettungsabdeckung in Baden-Württemberg konsequent um.