05 June 2026, 14:33

Matthias Hundt widerruft Rücktritt – doch Berlins Senat plant seine Entlassung

Senat bereitet Entlassung von Staatssekretär Hundt vor

Matthias Hundt widerruft Rücktritt – doch Berlins Senat plant seine Entlassung

Berlins Staatssekretär für Digitalisierung, Matthias Hundt, hat seinen Rücktritt zurückgenommen – zunächst hatte er seinen Posten zur Verfügung gestellt. Der Schritt erfolgt während laufender Ermittlungen gegen seine ehemalige Firma, die SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Unterdessen bereitet der Senat nun seine Entlassung vor; eine endgültige Entscheidung wird für Dienstag erwartet.

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt derzeit gegen Hundt im Zusammenhang mit der Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH, die am 25. November 2025 das Insolvenzverfahren eröffnete. Zudem läuft eine Prüfung durch die Deutsche Rentenversicherung, um mögliche ausstehende Beitragszahlungen des Unternehmens zu klären.

Hundt hatte seinen Rücktritt zunächst eingereicht, diesen später jedoch widerrufen. Als Grund nannte er Frustration über mediale Spekulationen und den Wunsch, sich gegen seiner Ansicht nach unbegründete Vorwürfe zur Wehr zu setzen. Seine Rolle bei einem weiteren Unternehmen, der Humboldt Capture Germany GmbH, war begrenzt: Bis Herbst 2024 fungierte er dort lediglich als externer Geschäftsführer und hielt keine Unternehmensanteile.

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Trotz des Rückzugs seines Rücktritts treibt der Senat die Pläne für seine Abberufung voran. Im Falle einer Entlassung stünde Hundt eine Abfindung von rund 72.000 Euro zu – das entspricht sechs Monatsgehältern. Die endgültige Entscheidung des Senats über seine Amtsenthebung soll bis Dienstag fallen. Sie folgt den Untersuchungen zu seinen Geschäftstätigkeiten und der Insolvenz der SDC Sachsen Digital Consulting GmbH. Sollte die Entlassung vollzogen werden, erhält er laut Vertrag eine vertraglich vereinbarte Abfindung.

Quelle