05 May 2026, 12:06

Massive Proteste gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf einer Stadtstraße, einige halten Schilder und andere fahren Fahrräder, im Hintergrund ein historisches Gebäude mit Rundbogenfenstern, Säulen und Skulpturen.

Massive Proteste gegen rechtsextreme Verstrickungen der Gladiator Fight Academy in Halle

Hunderte Demonstranten versammelten sich am Samstag vor dem Hauptbahnhofs von Halle, um gegen ein Kampfstudio mit Verbindungen zur rechtsextremen Szene zu protestieren. Die Kundgebung richtete sich gegen die Gladiator Fight Academy, die Kritiker als Treffpunkt für extremistisches Netzwerken brandmarken. Rufe wie „Nazis raus aus unseren Kiezen“ hallten durch die Luft, während die Stimmung zunehmend angespannter wurde.

Auch im nahegelegenen Teutschenthal kam es zu Protesten, wo die Betreiber des Studios die Premiere ihrer Gladiator Fight Series veranstalteten. Die Veranstaltung, die in einem kommunalen Kulturzentrum stattfand, löste bei Aktivisten und Anwohnern weitere Empörung aus.

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Die Demonstration in Halle wurde von der lokalen antifaschistischen Initiative Daumen runter organisiert. Die Teilnehmenden forderten die sofortige Schließung der Gladiator Fight Academy und warfen dem Studio vor, rechtsextreme Kontakte zu fördern. Besonders im Fokus der Wut stand Theo Weiland, ehemaliger Anführer des Jungsturms Erfurt und bekannter deutscher Kämpfer, der mit dem Studio in Verbindung gebracht wird.

Die Verstrickungen des Studios in extremistische Kreise reichen jedoch noch weiter: Christopher Henze, dem Verbindungen zur rechtsextremen Hooligan-Szene nachgesagt werden, steht ebenfalls in Verbindung mit der Einrichtung. Auch Hans Krüger, Fan von Energie Cottbus und Nachwuchstrainer im Studio, tritt bei dessen Veranstaltungen an. Zudem nahmen politische Vertreter wie der AfD-Kandidat Paul Backmund und der Brandenburger Landtagsabgeordnete Fabian Jank an der Premiere in Teutschenthal teil.

Dass die Veranstaltung in einem öffentlich finanzierten Veranstaltungsort stattfand, verschärfte die Kritik zusätzlich. Protestierende fragten, warum eine kommunale Einrichtung einer Organisation mit mutmaßlichen Extremismusbezügen eine Plattform biete. Die Polizei überwachte die Kundgebungen, größere Zwischenfälle blieben jedoch aus.

Die Proteste zeigen das wachsende Unbehagen gegenüber der Gladiator Fight Academy und ihrer angeblichen Rolle bei der Rekrutierung für die rechtsextreme Szene. Lokale Aktivisten kündigten an, den Druck auf die Behörden aufrechterhalten zu wollen, um die Aktivitäten des Studios zu untersuchen. Die Betreiber der Gladiator Fight Academy haben sich bisher nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert.

Quelle