19 April 2026, 10:04

Martin Günther kämpft im EU-Parlament für Klimagerechtigkeit und gegen Rechtsruck

Karte von Europa aus dem 19. Jahrhundert, die politische Grenzen zeigt, auf Papier gedruckt mit Text oben und unten.

Martin Günther kämpft im EU-Parlament für Klimagerechtigkeit und gegen Rechtsruck

Martin Günther, Volkswirt und gebürtiger Ost-Berliner, ist seit 2024 Mitglied des Europäischen Parlaments. Er folgte Carola Rackete nach und ist heute Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Sein Schwerpunkt liegt darauf, Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit zu verbinden – und gleichzeitig dem wachsenden Einfluss der extremen Rechten in der EU-Politik entgegenzutreten.

Günther zog vor einem Jahr ins Europaparlament ein, wo er den Platz von Carola Rackete übernahm. Als Ökonom argumentiert er, dass die Klimapolitik die drängendste soziale Herausforderung dieses Jahrhunderts sei. Hauptverantwortlich für den Ausstoß von Treibhausgasen macht er große Konzerne und industrialisierte Nationen – und fordert statt individueller Verantwortung systemischen Wandel.

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Seine Heimatregion Brandenburg erhält derzeit jährlich rund 350 Millionen Euro aus EU-Fördermitteln. Durch geplante Umverteilungen könnte diese Summe um mindestens die Hälfte gekürzt werden. Solche Einschnitte würden ein Bundesland besonders hart treffen, das ohnehin schon mit wirtschaftlichen Problemen kämpft.

Über Klimafragen hinaus sieht Günther die europäische Integration als ein grundlegend linkes Projekt. Wiederholt hat er vor der zunehmenden Zusammenarbeit zwischen konservativen und rechtsextremen Fraktionen im Parlament gewarnt. Für ihn ist der Widerstand gegen diesen Trend ein zentraler Bestandteil seiner politischen Mission.

In Brüssel konzentriert sich Günther auf zwei zentrale Kämpfe: den gerechten Übergang zu einer grünen Wirtschaft zu sichern und den Einfluss der extremen Rechten zurückzudrängen. Die drohenden Kürzungen der EU-Mittel für Brandenburg verleihen seinem Einsatz für faire Klimapolitik zusätzliche Dringlichkeit. Seine Haltung spiegelt ein breiteres Bestreben wider, ökologische Ziele mit sozialer und politischer Stabilität in ganz Europa in Einklang zu bringen.

Quelle