Mannheims Nationaltheater wird für 295 Millionen saniert – doch die Kosten steigen weiter
Noah KrügerMannheims Nationaltheater wird für 295 Millionen saniert – doch die Kosten steigen weiter
Mannheims Nationaltheater wird bis zur Spielzeit 2028/29 grundlegend saniert – doch die Kosten sind auf 295 Millionen Euro gestiegen, fast 20 Prozent mehr als noch in der Schätzung von 2020. Trotz finanzieller Belastungen steht die Stadt weiterhin fest hinter der Zukunft des Hauses.
Die Sanierung ist Teil von Mannheims "Zukunftshaushalt", in dem das Nationaltheater als zentraler Schwerpunkt gilt. Dennoch hat die Stadt den jährlichen Betriebszuschuss um 2,5 Millionen Euro gekürzt. Um die Lücke zu schließen, wird das Theater einen Kredit aufnehmen und die Ticketpreise alle zwei Jahre anheben.
Gleichzeitig muss sich das Haus an den städtischen Sparmaßnahmen beteiligen: Zusätzliche Defizite müssen selbst getragen, Stellen abgebaut werden. Parallel arbeiten Stadt und Theater daran, den Betrieb umzustellen – mit dem Ziel, künftig 350.000 Besucher pro Spielzeit bei einer Auslastung von 75 Prozent zu erreichen.
Unklar ist, wie viele der geplanten 950 Vorstellungen jährlich nach der Sanierung ausverkauft sein werden. Doch am Engagement für das Projekt wird trotz knapper werdender Mittel festgehalten.
Nach Abschluss der Arbeiten wird das Nationaltheater stärker auf höhere Ticket-Einnahmen und strikte Kostenkontrollen angewiesen sein. Die 295-Millionen-Investition unterstreicht Mannheims langfristiges Bekenntnis zum Theater – doch die finanziellen Anpassungen werden den Spielbetrieb prägen. Entscheidend wird sein, ob das Haus die Besucherzielen in den kommenden Jahren erreicht.