03 April 2026, 08:04

Mainz wird grün – nicht durch Bäume, sondern durch Farbe

Stadtansicht mit grünem Hintergrund, die Gebäude und Bäume zeigt.

Mainz wird grün – nicht durch Bäume, sondern durch Farbe

Mainz startet ungewöhnlichen Plan: Die Stadt wird grün – im wahrsten Sinne des Wortes

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Statt mehr Bäume zu pflanzen oder Parks auszuweiten, setzt Mainz auf eine radikale Lösung: Bis Ende des Jahres sollen Tausende Gebäude in verschiedenen Grüntönen neu gestrichen werden. Damit reagiert die Stadt auf jahrelange, ergebnislose Debatten über klassische Umweltschutzmaßnahmen.

Betroffen sind zentrale Wahrzeichen und öffentliche Plätze. Rund um den Mainzer Markt, im Stadtteil Neustadt, am Staatstheater und auf dem Leichhof-Friedhof erhalten die Gebäude einen frischen Anstrich in Grün. Selbst die Polizei wird auf grüne Uniformen umsteigen, und der lokale Fußballverein 1. FSV Mainz 05 wird die Farbe in seine Trikots aufnehmen.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 10 Millionen Euro, finanziert unter anderem durch ein neu bewilligtes EU-Förderprogramm, das Hundert Millionen für städtische Vorhaben bereitstellt. Gleichzeitig verhandelt die Stadt mit dem Bistum Mainz, um auch den historischen Dom in die Aktion einzubeziehen.

Künftig sollen alle Neubauten in Mainz grüne Fassaden aufweisen. Damit wendet sich die Stadt von früheren Plänen ab, die auf mehr Grünflächen setzten – ein Vorhaben, das kaum vorankam. Kritiker bemängelten, dass neu gestaltete Gebäude manche Viertel kahl wirken ließen. Nun setzt Mainz auf einen anderen Ansatz.

Andere deutsche Städte gehen konventionellere Wege: Das Düsseldorfer Programm DAFIB (seit 2016) und die Kölner Initiative "GRÜN hoch 3" fördern begrünte Fassaden und urbane Bepflanzung. Mainz hingegen setzt auf eine einfachere – wenn auch wörtlichere – Lösung.

Bis Ende 2024 wird das Projekt das Stadtbild prägen: Tausende Gebäude, Dienstkleidungen und sogar Sportteams erhalten einen grünen Look. Zwar verzichtet die Stadt damit auf ursprüngliche Umweltziele, doch der sichtbare Wandel ist nicht zu übersehen.

Quelle