Mainz verlegt neue Pipeline unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik
Noah KrügerMainz verlegt neue Pipeline unter dem Rhein mit innovativer Bohrtechnik
Mainz startet im Mai ein großes Infrastrukturprojekt
Im Mai beginnt in Mainz ein umfangreiches Infrastrukturvorhaben: Eine neue 220 Meter lange Pipeline wird unter dem Rhein verlegt, um einen beschädigten Abschnitt zu ersetzen. Erstmals setzt das städtische Versorgungsunternehmen dabei auf das Verfahren des horizontalen Richtbohrens für eine solche Installation.
Die bestehende Leitung ist beschädigt und nur noch eingeschränkt funktionsfähig. Um die langfristige Versorgungssicherheit zu gewährleisten, wird die neue Pipeline in bis zu zehn Metern Tiefe unter dem Flussbett verlegt. Mit einem Durchmesser von 71 Zentimetern wird sie die Ingelheimer Aue in der Nähe der Gassnerallee mit dem Kanalsystem am Mombacher Kreisel verbinden.
Die Bauarbeiten beginnen am 11. Mai und sollen bis Ende August 2026 abgeschlossen sein. Beim Einsatz des horizontalen Richtbohrverfahrens wird zunächst ein Pilotbohrloch erstellt, das anschließend aufgeweitet und für den Durchzug der Pipeline genutzt wird. Diese Methode ermöglicht künftige Wartungsarbeiten oder Erneuerungen, ohne den Betrieb im nahegelegenen Hafenbecken zu beeinträchtigen.
Zum zusätzlichen Schutz wird die Leitung mit einem Mantelrohr umhüllt, das vor möglichen Beschädigungen schützt. Das Verfahren sorgt für Langlebigkeit und minimiert gleichzeitig Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs sowie der umliegenden Infrastruktur.
Die neue Pipeline sichert ein stabiles Versorgungs- und Entsorgungssystem für die Region. Nach Fertigstellung entfallen aufwendige Provisorien. Zudem führt das Projekt eine innovative Bohrtechnik in den Arbeitsalltag des städtischen Versorgers ein.






