18 March 2026, 01:13

"Mainz bleibt Mainz": Karnevals-Hit mit Tradition und Frauenpower im ZDF live

Ein altes Schwarz-Weiß-Foto eines Umzugs in Berlin, Deutschland, mit Menschen auf dem Boden und auf Pferden, einer Statue auf einem Sockel, Straßenlaternen, Bäumen, Gebäuden mit Fenstern und einem bewölkten Himmel, mit Text am unteren Rand des Bildes.

"Mainz bleibt Mainz": Karnevals-Hit mit Tradition und Frauenpower im ZDF live

"Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" – Deutschlands berühmteste Karnevalssendung live am Freitag um 20:15 Uhr im ZDF

Am kommenden Freitagabend geht Deutschlands bekannteste Karnevalsfernsehshow, *"Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht"`, live auf Sendung. Das Programm verspricht eine Mischung aus scharfer Satire, leichtem Unsinn und historischen Premieren. Nach der Generalprobe im Kurfürstlichen Schloss am Mittwoch stehen 16 Auftritte bereit – eine gelungene Verbindung aus Tradition und frischen Stimmen.

Den Abend eröffnet Christina Grom, die als erste Frau in 200 Jahren das Amt der Protokollführerin übernimmt und damit Geschichte schreibt. Von der Bütt, dem Karnevalspodest, aus wird sie die Absurditäten des Jahres Revue passieren lassen – von Mainzer Tempolimit-Chaos bis zu politischen Figuren wie Markus Söder und Donald Trump. Ihre Rolle markiert einen Wandel in einer sonst männlich dominierten Veranstaltung.

Andreas Schmitt kehrt als Obermessdiener (Oberster Messner) zurück und hält seine Rede diesmal von einer schlichten Bank aus. Zwar wurden seine Kritik an der katholischen Kirche und der Aufstieg der AfD in Rheinland-Pfalz zuvor von Kardinal Lehmann abgesegnet, doch Details zu seinem angekündigten "kardinalen Fehler" bleiben rätselhaft. Sein Auftritt wird Parteitreue und kirchliche Prüfung in Einklang bringen müssen.

Satirisch wird es mit Johannes Bersch, alias Moguntia, der in gewohnt direkter Manier moderne Trends und Politiker auf die Schippe nimmt. Florian Sitte als Till Eulenspiegel zielt auf politische Extreme und Antisemitismus, während Markus Schönbergs Ignaz in einem selbstgeschriebenen Lied den Verlust seines geliebten Bauernmarkt-Frühstücks beklagt – das Publikum stimmt im Refrain mit ein.

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Die Sendung feiert auch langjährige Traditionen und Abschiede. Hans-Joachim Greb, bekannt als Hobbes, verlässt nach 45 Jahren die Bühne mit den Worten: "Tschüss, helau, das war's." Jürgen Wiesmann als Ernst Lustig hält den Kokolores – den karnevalistischen Blödsinn – mit "Hobby-Dogging" am Leben, einer Meisterklasse der Absurdität.

Frische Impulse kommen von Katharina Greule, deren Sketch über eine Influencerin im Museum modernen Humor einbringt. Thomas Becker als Zeitgeist hält eine weitere Bütt-Rede, während die Truppe Schnorreswackler ein schwungvolles Medley aufführt. Ein großer Aufmarsch der Garden, angeführt von einer Kinderprinzessin, und ein Lied von Handkäs un sei Mussig runden das Programm ab.

Die Übertragung vereint erfahrene Künstler und neue Talente – von beißender Polit-Satire bis zu heiterem Ulk. Mit Groms historischem Auftritt und Grebs letztem Abschied steht die diesjährige Ausgabe für Wandel und Beständigkeit zugleich. Die Zuschauer dürfen sich auf Lacher, Nachdenkliches und den einen oder anderen gezielten Seitenhieb freuen – live am Freitagabend im ZDF.

AKTUALISIERUNG

Klopps Cowboy-Auftritt und Sittes Fußballkritik stehlen die Show

Die Veranstaltung, die am 13. Februar 2026 live übertragen wurde, hatte mehrere bemerkenswerte Höhepunkte. Jürgen Klopp erschien als Cowboy und wurde von Andreas Schmitt in seiner Rede erwähnt. Florian Sitte erweiterte seine Kritik um die Kommerzialisierung des Fußballs. Christina Grom wurde die erste weibliche Protokollantin in der 70+-jährigen Geschichte der Show.