30 May 2026, 20:02

Linksextremistin Lina E. überraschend auf freiem Fuß – trotz schwerer Gewaltverbrechen

Frühzeitig entlassene deutsche Linksextremistin Lina E.

Linksextremistin Lina E. überraschend auf freiem Fuß – trotz schwerer Gewaltverbrechen

Lina E., die Anführerin der linksextremistischen Gruppe Hammerbande, ist vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Deutschlands höchstes Gericht bestätigte die Entscheidung, obwohl sie ursprünglich zu fünf Jahren Haft wegen gewalttätiger Straftaten verurteilt worden war. Das Urteil folgt auf einen viel beachteten Prozess, der Fragen nach politischer Voreingenommenheit im Justizsystem aufwarf.

Zwischen 2018 und 2020 verübte die Hammerbande in Sachsen und Thüringen Hinterhalte. Mitglieder griffen mit Hämmern, Metallstangen und Pfefferspray Menschen an, die sie als rechtsextrem oder neonazistisch beschimpften. Mehrere Opfer erlitten bei diesen Übergriffen schwere Verletzungen.

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2022 wurde Lina E. wegen Gründung und Führung einer kriminellen Vereinigung sowie wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung, Diebstahls und Nötigung schuldig gesprochen. Das Oberlandesgericht Dresden verurteilte sie zu fünf Jahren und drei Monaten Haft – weniger als die von der Staatsanwaltschaft geforderten acht Jahre. Wegen erheblicher Sicherheitsrisiken fand der Prozess unter starkem Polizeischutz statt, um Ausschreitungen oder politische Auseinandersetzungen zu verhindern.

Nach Verbüßung von etwa zwei Dritteln ihrer Strafe, einschließlich der Untersuchungshaft, wurde Lina E. am 27. Mai 2025 vorzeitig entlassen. Das Gericht begründete die Aussetzung des Reststrafvollzugs zur Bewährung mit ihrer glaubhaften Abkehr von Gewalt und ihrem guten Verhalten im Gefängnis.

Die Freilassung von Lina E. stößt auf Kritik. Einige werfen der Justiz vor, linksextreme und rechtsextreme Gewalt in Deutschland unterschiedlich zu behandeln. Ihre Entlassung erfolgte, nachdem der Bundesgerichtshof das Bewährungsurteil bestätigt hatte – und damit ihre Haftzeit endete. Der Fall bleibt ein zentraler Streitpunkt in der Debatte über justizielle Gerechtigkeit und Extremismus.

Quelle