Leipzig startet Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk für die Wärmewende
Tobias LangLeipzig startet Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk für die Wärmewende
Deutschlands größtes Solarwärmekraftwerk nimmt in Leipzig den Betrieb auf
Wirtschaftsminister Dirk Panter hat in Leipzig offiziell 13.200 Solarkollektoren ans Netz angeschlossen und damit einen wichtigen Schritt in der Wärmewende der Stadt eingeleitet. Die Anlage erstreckt sich über 14 Hektar und kann bei Spitzenleistung bis zu 41 Megawatt erzeugen.
Das Kraftwerk nutzt Vakuumröhrenkollektoren des Herstellers Ritter sowie moderne Steuerungstechnik, die sich automatisch den Sonneneinstrahlungsbedingungen anpasst. Mit einem Wirkungsgrad von über 50 Prozent ist Solarthermie etwa dreimal effizienter bei der Umwandlung von Sonnenlicht in nutzbare Energie als Photovoltaik.
Leipzigs umfassende Wärmewendestrategie umfasst weitere grüne Projekte, darunter ein „Power-to-Heat“-System sowie Pläne, Abwärme aus dem Chemiestandort Leuna in das städtische Netz einzuspeisen. Das Solarkraftwerk allein soll im Sommer etwa ein Fünftel des Leipziger Wärmebedarfs decken, im Winter wird der Anteil jedoch auf wenige Prozent sinken.
Bundesweit wurden in Deutschland 2022 knapp 500 Megawatt neue Solarwärmeleistung installiert. 2023 sank diese Zahl auf 263 Megawatt und 2024 weiter auf 154 Megawatt. Demgegenüber wuchs die Photovoltaik-Kapazität 2022 deutlich – mit einem Zubau von 16.900 Megawatt.
Das Leipziger Projekt zeigt das Potenzial großflächiger Solarthermie für die städtische Wärmeversorgung. Durch hohe Effizienz und die Einbindung in die städtische Energiestrategie verdeutlicht es einen praxisnahen Ansatz, um die Abhängigkeit von herkömmlichen Heizquellen zu verringern. Gleichzeitig unterstreicht es die unterschiedlichen Wachstumsraten zwischen Solarstrom- und Solarwärmeausbau in Deutschland.






