Kostenlose Kartenzahlung für kleine Betriebe: So klappt der digitale Einstieg
Tobias LangKostenlose Kartenzahlung für kleine Betriebe: So klappt der digitale Einstieg
„Deutschland zahlt digital“: Neue Initiative fördert Kartenzahlung in kleinen Betrieben
Eine neue Kampagne mit dem Namen „Deutschland zahlt digital“ motiviert kleine Unternehmen, erstmals Kartenzahlungen einzuführen. Das Programm bietet eine 12-monatige Testphase ohne Gebühren an, sodass Händler die Kundennachfrage risikofrei ausprobieren können. Immer mehr Käufer bevorzugen bargeldlose Optionen – Umfragen zeigen, dass viele verärgert reagieren, wenn nur Barzahlung möglich ist.
Die Aktion richtet sich gezielt an Betriebe, die bisher keine Kartenzahlungen akzeptieren. Berechtigte Händler können sich über einen Partnerlink zu SumUp und „Deutschland zahlt digital“ anmelden. Voraussetzung ist, dass sie noch nie zuvor Kartentransaktionen abgewickelt haben; zusätzliche Bedingungen gelten.
Die Teilnehmer erhalten ein SumUp Solo Lite-Terminal, das alle gängigen Karten – darunter Visa, Mastercard und American Express – per Kontaktlosfunktion, Mobile Wallet oder Chip-und-PIN-Verfahren unterstützt. Das Gerät verarbeitet über 1.000 Transaktionen mit einer einzigen Ladung.
Im ersten Jahr entfallen Gebühren für Umsätze bis zu 50.000 Euro, es gibt keine monatlichen Kosten und sogar eine Rückerstattung des Kaufpreises für das Terminal. Nach der Testphase können Unternehmen zwischen zwei Tarifmodellen wählen: entweder 1,39 Prozent pro Transaktion ohne Grundgebühr oder 0,79 Prozent pro Transaktion zuzüglich 19 Euro monatlicher Pauschale.
Studien unterstreichen den Trend weg vom Bargeld: 59 Prozent der Kunden ziehen Kartenzahlungen im Geschäft vor, 41 Prozent würden sie bei jedem Einkauf nutzen. Fast jeder fünfte Käufer bricht einen Kauf ab, wenn nur Barzahlung möglich ist, und 34 Prozent ärgern sich über „Nur Bares“-Schilder.
Die Initiative ermöglicht es Betrieben, die reale Nachfrage nach Kartenzahlungen ohne Vorabkosten zu testen. Nach zwölf Monaten können sie entscheiden, ob sie mit einem günstigen Gebührenmodell weitermachen möchten. Ziel ist es, Hürden für Händler abzubauen, die bisher ausschließlich auf Bargeld setzen.






