Koblenzer Kult-Disko Agostea: Ritterrüstungen und Slush-Eis-Maschinen unter dem Hammer
Noah KrügerKoblenzer Kult-Disko Agostea: Ritterrüstungen und Slush-Eis-Maschinen unter dem Hammer
Die ehemalige Diskothek Agostea in Koblenz steht im Mittelpunkt zweier vielbeachteter Auktionen, die europaweit auf Interesse stoßen. Von einer Ritterrüstung bis hin zu einer Slush-Eis-Maschine – die ungewöhnlichen Stücke haben neue Besitzer gefunden, während die Zukunft des Standorts noch ungewiss bleibt.
Bei der ersten Versteigerung der Agostea-Einrichtung beteiligten sich Bieter aus Belgien, Rumänien und der Schweiz. Zu den verkauften Objekten zählte eine mittelalterlich anmutende Ritterrüstung, die einst zum exzentrischen Interieur des Clubs gehörte. Auch eine Slush-Eis-Maschine wechselte den Besitzer; ein Käufer aus Zürich reiste extra nach Koblenz, um sie persönlich abzuholen.
Die zweite Auktion, die noch bis zum 13. Mai läuft, bietet über 100 weitere Lose an. Zu den Highlights gehören eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und sogar eine Massageliege. Während viele Stücke unter den Hammer kommen, bleiben einige Exponate in Koblenz: Lokale Unternehmen haben sich Andenken gesichert, um das Erbe des Clubs zu bewahren.
Was mit dem Agostea-Gelände selbst geschehen soll, ist noch offen. Ein gastronomisches Konzept wird als mögliche Nachnutzung diskutiert, doch weder ein Betreiber noch ein finales Format stehen fest.
Die Auktionen haben die einzigartigen Stücke der Agostea in neue Hände gebracht – nah und fern. Doch solange das nächste Kapitel des Standorts noch nicht geschrieben ist, lebt der Einfluss des Clubs in den Erinnerungsstücken weiter, die Koblenzer Bürger bewahren. Die endgültige Entscheidung über die künftige Nutzung des Ortes wird seine Rolle in der Stadt nachhaltig prägen.






