21 April 2026, 16:10

Klimaproteste in Braunschweig: Aktivist:innen fordern radikalen Kurswechsel in der Energiepolitik

Plakat mit Text und Logo, auf dem steht: "Wir reduzieren die Treibhausgasemissionen um etwa eine Gigatonne bis 2030", und fordert eine signifikante Reduzierung der Treibhausgase bis 2030.

Klimaproteste in Braunschweig: Aktivist:innen fordern radikalen Kurswechsel in der Energiepolitik

Klimaschutzaktivist:innen in Braunschweig haben sich landesweiten Protesten gegen die deutsche Energiepolitik angeschlossen. Die lokale Gruppe von Fridays for Future kritisierte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche scharf dafür, dass sie den Bau von Gaskraftwerken unterstützt. Die Aktivist:innen argumentieren, dass solche Entscheidungen jahrelange Fortschritte im Kampf gegen den Klimawandel zunichtemachen könnten.

Die Demonstration in Braunschweig war Teil einer bundesweiten Protestwelle, bei der auch in Berlin, Hamburg, Köln und München Kundgebungen stattfanden. Alexander Dammmeier, Sprecher von Fridays for Future Braunschweig, betonte, dass erneuerbare Energien mittlerweile 62 Prozent der deutschen Stromversorgung ausmachen. Er warnte, Reiches Politik gefährde diese positive Entwicklung und könnte sie sogar rückgängig machen.

Niko Schoss, ein weiterer Aktivist der Gruppe, warf der Ministerin vor, Milliarden in neue Gasinfrastruktur zu stecken. Stattdessen fordert die Bewegung einen vollständigen Umstieg auf erneuerbare Energien bis 2035. Dies würde nicht nur die Emissionen senken, sondern auch der deutschen Industrie langfristige Planungssicherheit bieten, so die Aktivist:innen.

Sie verwiesen zudem auf die weiteren Vorteile erneuerbarer Energien, darunter geringere Kosten, Unabhängigkeit von Energieimporten und die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Ihre Forderungen sind Teil einer Initiative, die Wirtschaft durch nachhaltige Energielösungen stärken soll.

Die Proteste spiegeln eine wachsende Unzufriedenheit mit der aktuellen Energiepolitik wider. Die Aktivist:innen bestehen darauf, dass ein schnellerer Ausstieg aus fossilen Energien nicht nur notwendig, sondern auch machbar sei. Ihr Ziel bleibt ein vollständig grüner Energiesektor innerhalb des nächsten Jahrzehnts.

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