05 June 2026, 16:52

Kirsten Bruhn: Vom Unfall zur Paralympics-Legende und Aktivistin

Paralympische Meisterin Kirsten Bruhn wird Ehrenbürgerin

Kirsten Bruhn: Vom Unfall zur Paralympics-Legende und Aktivistin

Kirsten Bruhn – vom Wettkampfsport zur kämpferischen Aktivistin für Behindertensport

Nach einem Schicksalsschlag wurde Kirsten Bruhn zu einer der entschlossensten Fürsprecherinnen für Behindertensport in Deutschland. Mit ihrer kompromisslosen Haltung setzte sie sich unermüdlich für die Anerkennung von Athlet:innen mit Behinderung ein – und feierte selbst paralympische Erfolge. Ihr Weg von der Leistungsschwimmerin zur engagierten Aktivistin inspirierte nun einen Film über ihr Leben.

Schon mit drei Jahren stieg Bruhn erstmals ins Wasser – angeregt von ihrem Vater. Als jüngste von fünf Geschwistern wollte sie sich stets beweisen. In ihrer Jugend trainierte sie bis zu sechs Stunden täglich, nicht weil ihre Eltern sie drängten, sondern aus purer Leidenschaft für den Sport.

Doch ein Motorradunfall im Jahr 1991 veränderte alles: Sie erlitt eine Behinderung. Während der Rehabilitation entdeckte sie das Schwimmen wieder und begann erneut zu trainieren. Ihr Vater stand ihr als Trainer zur Seite und half ihr, in den Wettkampfsport zurückzukehren. Die Mühe lohnte sich: Bei den Paralympics holte sie zwei Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen.

Neben dem Sport arbeitete Bruhn für eine Krankenkasse – und kämpfte gleichzeitig für ein besseres Bild von Menschen mit Behinderung in der Öffentlichkeit. Sie nahm kein Blatt vor den Mund. Im Film über ihr Leben prangert sie die diskriminierenden und verletzenden Blicke an, mit denen die Gesellschaft Menschen mit Behinderung oft betrachtet. Der Leiter des Spitzensports in Schleswig-Holstein bezeichnete sie einst als furchtlos und unnachgiebig in ihren Überzeugungen.

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Bruhns Geschichte reicht von den ersten Schwimmstunden in der Kindheit bis zu paralympischem Ruhm und politischem Engagement. Ihre Medaillen und ihr Einsatz für Inklusion haben den Behindertensport nachhaltig geprägt. Der Film über ihr Leben trägt ihren Kampf für Gleichberechtigung nun einem breiten Publikum vor.

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