02 April 2026, 00:37

Kirchen schaffen bezahlbaren Wohnraum – diese Projekte überzeugen die Jury

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Zeichnung einer Kirche neben Text und Plänen.

Kirchen schaffen bezahlbaren Wohnraum – diese Projekte überzeugen die Jury

Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen (MLW) hat den Preis 'Kirche und bezahlbares Wohnen' ins Leben gerufen, um innovative Wohnlösungen unter Führung von Kirchen zu würdigen. Die Initiative honoriert Projekte, die kircheneigene Immobilien in bezahlbaren Wohnraum für Bedürftige umwandeln. Insgesamt gingen 33 Bewerbungen ein, von denen zehn als Preisträger ausgewählt wurden.

Die Einreichungsfrist für den Wettbewerb lief vom August 2025 bis zum 12. Oktober. Teilnehmen konnten Kirchengemeinden, kirchliche Organisationen und Wohninitiativen. Jedes der siegreichen Projekte erhielt eine Förderung in Höhe von 5.000 Euro.

Eine unabhängige Jury aus zehn Fachleuten bewertete die eingereichten Vorschläge. Zu den Kriterien zählten Bezahlbarkeit, kirchennahe Trägerschaft, Nachhaltigkeit, sozialer Impact sowie die Übertragbarkeit auf andere Standorte. Alle zehn ausgezeichneten Projekte bieten konkreten Wohnraum für einkommensschwache oder benachteiligte Haushalte.

Die Aktion steht im Einklang mit den übergeordneten Bemühungen, dem Wohnungsmangel entgegenzuwirken. Allein in Baden-Württemberg sollen in den kommenden zehn Jahren rund 5.000 kircheneigene Liegenschaften für Wohnzwecke zur Verfügung stehen. Ministerin Nicole Razavi betonte, wie wichtig es sei, Kirchen und Kommunen bei der sinnvollen Nutzung dieser Ressourcen zu unterstützen.

Ziel des Preises ist es, weitere Projekte anzuregen, die Kirchenimmobilien für bezahlbares Wohnen umwidmen. Durch die Präsentation gelungener Beispiele hofft das Ministerium, die Zusammenarbeit zwischen Kirchen und Wohninitiativen zu stärken. Die zehn Preisträger verfügen nun über zusätzliche Mittel, um ihre Arbeit auszubauen.

AKTUALISIERUNG

How a Strategic Dialogue Sparked Church-Led Housing Innovation

The initiative stems from a strategic dialogue between churches, construction leaders, and officials to repurpose church assets for housing. Key developments include:

  • A collaborative forum in 2025 where stakeholders designed the prize framework
  • Germany produces fewer than 200,000 new homes annually—half the required target
  • Church properties now contribute to addressing urban affordability crises