KI-Kochroboter zwischen Rekordaufträgen und Aktien-Crash: Kann das Startup überleben?
Noah KrügerKI-Kochroboter zwischen Rekordaufträgen und Aktien-Crash: Kann das Startup überleben?
Ein Robotikunternehmen, das sich auf KI-gestützte Kochsysteme spezialisiert hat, hat frisches Kapital und neue Partnerschaften eingeworben. Trotz ehrgeiziger Prognosen steht das Unternehmen vor finanziellen Herausforderungen – die Aktie hat in diesem Jahr über 50 Prozent an Wert verloren. Aktuelle Vereinbarungen mit Militär- und Leasingpartnern sollen helfen, die umfangreiche Auftragspipeline in tatsächliche Verkäufe umzuwandeln.
Das Unternehmen hat rund 1,67 Millionen Euro über eine Mini-Anleihe eingesammelt, um die Produktion seines CA-1-Roboters hochzufahren. Die Fertigung läuft bereits über den Vertragspartner Celestica, der vierstellige Stückzahlen bewältigen kann. Dennoch rechnet das Unternehmen für 2025 mit einem operativen Verlust von 15 Millionen Euro bei Umsätzen von lediglich 250.000 Euro.
Eine neue Leasingkooperation mit MMV Leasing ermöglicht es Gastronomiebetrieben, den KI-Roboter statt eines Kaufs zu mieten. Gleichzeitig testet die Bundeswehr die autonomen Kochsysteme des Unternehmens für die Truppenverpflegung. Auch die ukrainische Armee hat einen Liefervertrag über bis zu 25 Einheiten abgeschlossen.
Das Unternehmen gibt an, einen theoretischen Auftragsbestand im Wert von 1,6 Milliarden Euro zu haben – was etwa 8.000 Einheiten entspricht. Um diese in reale Verkäufe umzuwandeln, strukturiert es seine Finanzierung um. Für 2026 werden Umsätze zwischen 44 und 55 Millionen Euro prognostiziert.
Der Aktienkurs ist auf 5,58 Euro gefallen und hat seit Januar mehr als die Hälfte seines Wertes eingebüßt. Mit Militärverträgen, Leasingoptionen und einer hochskalierten Produktion will das Unternehmen seine finanzielle Lage stabilisieren. Der Erfolg hängt davon ab, ob es gelingt, die große Auftragspipeline in ausgelieferte Einheiten und Umsätze zu verwandeln.






