Kampeter fordert "neuen Arbeitseifer" und scharfe Wirtschaftreformen für Deutschland
Johanna JägerKampeter fordert "neuen Arbeitseifer" und scharfe Wirtschaftreformen für Deutschland
Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), hat Deutschland aufgefordert, die Produktivität zu steigern und das wirtschaftliche Umfeld zu reformieren. Er warnte, dass die aktuellen Herausforderungen einen "neuen Arbeitseifer" und entschlossenere politische Maßnahmen zur Unterstützung der Unternehmen erforderten.
Kampeter kritisierte die Bundesregierung scharf, weil sie es versäumt habe, aus Diskussionen tatsächliche Reformen werden zu lassen. Trotz laufender Gespräche über die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Unternehmen herrsche eine "offensichtliche Handlungsunfähigkeit". Besonders belastend seien die hohen Energiekosten, übermäßige Bürokratie und steigende Arbeitskosten, die die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe stark beeinträchtigten.
Er betonte, Deutschland könne sich nicht länger als Europas attraktivsten Wirtschaftsstandort betrachten. Seit den Hartz-IV-Arbeitsmarktreformen habe sich das Land auf seinen Lorbeeren ausgeruht, so Kampeter – "davon sind wir heute weit entfernt". Um die hohen Kosten zu rechtfertigen, müsse Deutschland weiterhin Spitzenprodukte vorweisen, wie sie etwa die Automobilindustrie herstelle.
Der BDA-Chef forderte die Politik auf, bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen. Ohne diese Veränderungen drohe Deutschland, bei Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit weiter zurückzufallen.
Kampeters Äußerungen unterstreichen die wachsenden Sorgen um die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit Deutschlands. Seine Reformforderungen zielen insbesondere auf die Senkung der Energiepreise, den Abbau von Bürokratie und eine Modernisierung der Arbeitsmarktpolitik ab. Der Erfolg von Schlüsselsektoren wie der Automobilbranche hänge nun von schnellem politischen Handeln und einer engagierten Belegschaft ab, so Kampeter.






