19 June 2026, 14:03

Kai Wegner meidet Debatten – doch warum setzt er auf Stellvertreter?

Wo ist Kai Wegner?

Kai Wegner meidet Debatten – doch warum setzt er auf Stellvertreter?

Berlins Oberbürgermeisterkandidat Kai Wegner hat seine Teilnahme an einer Podiumsdiskussion über die Zukunft der Kleingärten bestätigt. Die Veranstaltung wird vom Landesverband der Gartenfreunde ausgerichtet. Seine Zusage erfolgt nach mehreren bemerkenswerten Absagen bei anderen zentralen Debatten.

Wegner ließ in der Vergangenheit häufig Diskussionen zu wichtigen Stadtthemen ausfallen. Bei einer Debatte über Kunst und Kultur sprang Finanzsenator Stefan Evers für ihn ein. Auch Justizsenatorin Felor Badenberg vertrat Wegner bei einer Veranstaltung zum Kampf gegen Antisemitismus.

Die anderen Kandidaten zeigten sich dagegen deutlich präsenter in öffentlichen Debatten. Steffen Krach, Elif Eralp und Werner Graf traten mehrfach gemeinsam auf und erhielten von Moderator:innen scherzhaft den Spitznamen „kleines Podiums-Trio“. Erst kürzlich diskutierten sie über Bildungspolitik – zusammen mit Katharina Günther-Wünsch, die ebenfalls für Wegner einsprang.

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Wegners Strategie setzt darauf, dass vertraute Kolleg:innen Themen wie Bildung oder Antisemitismusprävention abdecken. Krach hingegen sucht aktiv nach Debattengelegenheiten – ein Ausgleich dafür, dass er im Abgeordnetenhaus kaum Reden hält. Nach der Wahl könnten Krach, Eralp und Graf ihre Diskussionen im gleichen Format fortsetzen. Wegner hingegen wird künftig keine Einladungen mehr erhalten. Seine selektive Teilnahme prägt seinen Wahlkampfauftritt deutlich anders als den seiner Konkurrent:innen.

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