07 May 2026, 06:04

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel im Krisenjahr 2026

Balkendiagramm, das Unternehmensgewinne vor und nach Steuern vergleicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel im Krisenjahr 2026

Jungheinrich verzeichnet starken Gewinnrückgang zu Beginn des Jahres 2026

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Der Industriegabelstapler-Hersteller Jungheinrich hat im frühen Jahr 2026 einen deutlichen Einbruch seiner Erträge hinnehmen müssen. Der Gewinn des Unternehmens sank im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um die Hälfte. Ein Streik im Werk Lüneburg sowie ein harter Wettbewerb auf dem Markt verschärften die finanzielle Belastung.

Auch der Börsenwert des Konzerns hat stark gelitten: Seit Ende 2025 ist er um fast 30 Prozent auf etwa 2,6 Milliarden Euro geschrumpft. Nun steht ein Führungswechsel an, nachdem ein wichtiges Vorstandsmitglied das Unternehmen vorzeitig verlassen hat.

Heike Wulff war erst Anfang 2026 in den Vorstand von Jungheinrich eingetreten, ihr Vertrag sollte ursprünglich bis zum 1. Mai 2027 laufen. Doch das Unternehmen kündigte an, ihr Mandat nicht zu verlängern, sodass ihre Amtszeit vorzeitig endet.

Nach ihrem Abgang übernimmt Vorstandsvorsitzender Lars Brzoska vorläufig die Finanzverantwortung. Er wird die Finanzabteilung leiten, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.

Jungheinrich bleibt mehrheitlich in Familienhand. Die Nachkommen des Firmengründers halten 54 Millionen stimmberechtigte Stammaktien, was 53 Prozent des Gesamtkapitals entspricht. Diese Anteile werden nicht öffentlich gehandelt. Gleichzeitig sind 45 Millionen stimmrechtslose Vorzugsaktien im MDAX notiert, wo sie größtenteils im Streubesitz sind.

Zu den jüngsten Problemen des Unternehmens zählt ein deutlicher Rückgang des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT). Der Einbruch im ersten Quartal spiegelt anhaltende Herausforderungen wider – von Arbeitskonflikten bis hin zum zunehmenden Druck im Bereich Industrieausrüstung.

Der Führungswechsel erfolgt in einer schwierigen Phase für Jungheinrich. Mit sinkenden Gewinnen und einem schrumpfenden Börsenwert steht das Unternehmen unter Druck, seine finanzielle Performance zu stabilisieren. Brzoskas interimistische Rolle wird entscheidend sein, während die Suche nach einem langfristigen Finanzvorstand läuft, der die Erholung des Konzerns vorantreiben soll.

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