Jens Zangenfeind gewinnt Landrats-Stichwahl in Miesbach mit 78 Prozent der Stimmen
Johanna JägerJens Zangenfeind gewinnt Landrats-Stichwahl in Miesbach mit 78 Prozent der Stimmen
Jens Zangenfeind hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Miesbach mit einem deutlichen Ergebnis von 78 Prozent der Stimmen gewonnen. Das Ergebnis markiert einen Wechsel in der lokalen Führung und beendet die jahrzehntelange Dominanz der Christlich-Sozialen Union (CSU) in dieser Position. Sein Gegenkandidat, Franz Schnitzenbaumer (CSU), kam am 22. März 2026 lediglich auf 22 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Die Wahl folgte auf die Entscheidung von Olaf von Löwis (ebenfalls CSU), nicht für eine zweite Amtszeit als Landrat zu kandidieren. Von Löwis hatte das Amt seit seiner Nachfolge von Wolfgang Rzehak (Grüne) inne. Ursprünglich hatten sich sieben Bewerber um die Nachfolge beworben, doch nur zwei zogen in die Stichwahl ein.
Zangenfeind, der für die Freien Wähler Gemeinschaft des Landkreises Miesbach (FWG) antrat, war zuvor Bürgermeister von Hausham. Sein Kontrahent Schnitzenbaumer brachte Erfahrung als ehemaliger Bürgermeister von Schliersee mit. In der finalen Abstimmung setzte sich Zangenfeind klar durch und erhielt fast viermal so viele Stimmen wie sein CSU-Herausforderer.
Das Ergebnis bedeutet, dass die CSU erstmals seit Jahren nicht mehr den höchsten Verwaltungsposten im Landkreis stellt. Stand 23. März 2026 wurden noch keine unmittelbaren Änderungen in der Kommunalverwaltung oder bei parteiübergreifenden Kooperationen bekannt gegeben.
Zangenfeind wird nun als neuer Landrat des Landkreises Miesbach sein Amt antreten. Sein Erdrutschsieg spiegelt die starke Unterstützung für die Freien Wähler in der Region wider. Der Machtwechsel folgt auf einen Wahlkampf, der in der Stichwahl eine hohe Wählerbeteiligung verzeichnete.






