Integrationskurse in Gefahr: Zehntausende drohen ohne Deutschförderung zu bleiben
Marie GüntherIntegrationskurse in Gefahr: Zehntausende drohen ohne Deutschförderung zu bleiben
Neue Einschränkungen bei Integrationskursen: Zehntausende könnten ohne Sprachförderung dastehen
Die geplanten Verschärfungen bei den deutschen Integrationskursen drohen Tausende Menschen ohne Sprachunterstützung zurückzulassen. Sollte die Regelung umgesetzt werden, wären etwa 129.500 Personen – darunter viele Ukrainer:innen und Asylsuchende – von den Kursen ausgeschlossen. Kritiker:innen warnen, der Schritt könnte jahrelange Fortschritte bei der Eingliederung von Neuankömmlingen zunichtemachen.
Allein 2024 nahmen rund 363.500 Menschen an Integrationskursen in Deutschland teil. Doch nun gefährden die geplanten Kürzungen den Zugang für einen beträchtlichen Teil der Teilnehmenden. Filiz Polat, stellvertretendes Mitglied im Innenausschuss, warf der Bundesregierung vor, gezielt den Zugang zu diesen Programmen zu blockieren.
Sprachschulen, die ohnehin schon mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen, sehen sich durch die neuen Vorschriften weiteren Belastungen ausgesetzt. Ohne die Kurse wird es für Geflüchtete noch schwerer, Deutsch zu lernen – und damit ihre Chancen auf eine qualifizierte Beschäftigung zu verbessern. Die Politikwende löst Besorgnis über langfristige Folgen aus, sowohl für die Betroffenen als auch für das gesamte Integrationssystem.
Die geplanten Änderungen würden fast 130.000 Menschen von dringend benötigter Sprachförderung abschneiden. Darunter sind viele, die vor Krieg oder Verfolgung flohen und nun auf diese Kurse angewiesen sind, um Fuß zu fassen. Ohne Gegensteuer könnte die Regelung die Jobperspektiven verschlechtern und die finanzielle Not der Bildungsträger weiter verschärfen.






