Influencerin Marques gewinnt Rechtsstreit gegen Pop-Duo Anjos
Am 3. Oktober 2025 fällte ein Gericht sein Urteil im viel beachteten Fall Anjos gegen Joana Marques. Das Urteil sprach Marques, eine Influencerin und Radiologin, in allen Anklagepunkten frei, die das Pop-Duo Anjos gegen sie erhoben hatte. Die Entscheidung beendete damit einen Rechtsstreit, der große öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte.
Der Konflikt begann, nachdem Marques ein Video geteilt hatte, das Anjos zufolge Falschinformationen verbreitet, ihren Ruf geschädigt und zu finanziellen Verlusten geführt habe. Die Sänger argumentierten, der Beitrag habe ihre Auftritte verzerrt dargestellt und eine Welle der Online-Kritik ausgelöst. Das Gericht fand jedoch keine Beweise dafür, dass Marques' Inhalt mit den behaupteten Schäden der Kläger in Verbindung stand.
Seit Beginn des Prozesses hatte Marques bereits Veranstaltungsorte für ihre neue Show Em Sede Própria (In meinem eigenen Raum) gebucht. Sie kündigte an, ihre Doppellaufbahn als Medizinerin und öffentliche Persönlichkeit in die Produktion einfließen zu lassen. Parallel dazu tourte sie weiter durch das Land, gab ihre Sicht auf den Fall wieder und füllte bei über 17 Auftritten in großen Häusern in Porto und Lissabon die Säle.
Über ihren juristischen Sieg hinaus nahm Marques auch zu jüngsten Äußerungen der TV-Moderatorin Cristina Ferreira Stellung. Sie warf Ferreira eine problematische Haltung zur Meinungsfreiheit vor und deutete an, dass Sexismus eine Rolle in deren Kommentaren gespielt habe. Zudem betonte Marques erneut ihre Zusammenarbeit mit ihrer Freundin Bumba na Fofinha, obwohl sie selbst etwas aus der Öffentlichkeit zurückgetreten war.
Der Freispruch entlastet Marques vollständig im Streit mit Anjos. Mit ihrer laufenden Tournee und einer neuen Show in Vorbereitung rückt sie nun ihre kreativen und beruflichen Projekte wieder in den Fokus. Der Fall hat zudem die Debatte über Meinungsfreiheit, öffentliche Kritik und Geschlechterdynamiken in den Medien neu entfacht.






