HPE-Tagung in Mainz: Wie die Holzverpackungsbranche PPWR und Krisen meistert
Tobias LangHPE-Tagung in Mainz: Wie die Holzverpackungsbranche PPWR und Krisen meistert
Rund 140 Mitglieder des Verbandes der Holzverpackungs-, Paletten- und Exportverpackungsindustrie (HPE) trafen sich in Mainz zur jährlichen Frühjahrstagung. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen regulatorische Änderungen, geopolitische Herausforderungen sowie digitale Fortschritte in der Holzverpackungsbranche. Auch Gordon Schnieder, der designierte Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, nahm teil und diskutierte Chancen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU).
Ein zentrales Thema der Konferenz war die EU-Verpackungsverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR). Der HPE präsentierte einen neuen, branchenspezifischen Leitfaden mit über 150 Seiten, der Unternehmen bei der Umsetzung der Vorschriften unterstützen soll. Gleichzeitig betonte der Verband, dass viele praktische Fragen zur Anwendung der Regelungen noch ungeklärt seien.
Geopolitische Verschiebungen und deren Auswirkungen auf Unternehmen und Lieferketten wurden ebenfalls intensiv erörtert. Die Teilnehmer unterstrichen die Notwendigkeit von Resilienzstrategien, um Störungen und Risiken zu begegnen. Zudem wurde die Rolle digitaler Innovationen – etwa 3D-Design-Software und KI-Anwendungen – als Hebel für mehr Effizienz in der Branche beleuchtet.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erweiterung des HPECycle-Netzwerks, das sich künftig als erweiterte Herstellerverantwortungsorganisation (EPR) für Holzverpackungen im Rahmen des deutschen Verpackungsgesetzes etablieren könnte. Dieser Schritt würde Unternehmen zusätzliche Unterstützung bei der Bewältigung neuer regulatorischer Anforderungen bieten.
Die Tagung brachte Branchenführer zusammen, um drängende Fragen der Holzverpackungsindustrie zu diskutieren. Angesichts der Komplexität der PPWR und geopolitischer Unsicherheiten verfügen Unternehmen nun über neue Instrumente und Strategien zur Anpassung. Mit dem Leitfaden des HPE und dem wachsenden Netzwerk will der Verband der Branche Klarheit und Rückhalt für die Zukunft bieten.






