Hitze und Ernteverkehr gefährden Brandenburgs Straßen in Rekordtemperaturen
Johanna JägerHitze und Ernteverkehr gefährden Brandenburgs Straßen in Rekordtemperaturen
Brandenburgs Straßen stehen vor erhöhten Risiken durch Hitze und Ernteverkehr
In Brandenburg verschärft sich die Lage auf den Straßen durch die anhaltende Hitzewelle. Mit Beginn der Getreideernte rollt schwerer Landwirtschaftsverkehr über ohnehin schon belastete Straßen. Die extremen Temperaturen lassen die Fahrbahnoberflächen aufweichen und verformen – mit gefährlichen Folgen für alle Verkehrsteilnehmer.
Auf manchen Straßenabschnitten klettern die Oberflächentemperaturen im Zuge der Hitzewelle auf über 60 Grad Celsius. Da die Nächte zu warm für eine ausreichende Abkühlung bleiben, verliert der Bindemittelanteil im Asphalt an Stabilität. Die Folge: Es bilden sich Spurrinnen, Beulen und lockere Fahrbahnstücke, die besonders für Motorradfahrer zur Gefahr werden, wenn sie über unebene Stellen oder herumliegende Asphaltbrocken fahren müssen.
Der Landesbauernverband warnt vor einer zusätzlichen Belastung der Straßen, vor allem in den südlichen Regionen, wo der Ernteverkehr am stärksten ist. Das Verkehrsministerium ruft Lkw- und Landmaschinenfahrer dazu auf, ihre Routen besonders während der heißesten Tageszeiten sorgfältig zu planen. Wo möglich, sollten Fahrten in kühlere Tageszeiten verlegt werden, um die Straßenoberflächen zu schonen.
Autofahrer werden aufgefordert, auf stark frequentierten Strecken das Tempo zu reduzieren und unnötige Belastungen des Asphalts zu vermeiden. Die Kombination aus extremer Hitze und Erntebetrieb macht die Straßen derzeit besonders gefährlich. Durch vorausschauende Planung und umsichtiges Fahren lassen sich Unfälle und weitere Schäden verhindern.
