Hessen: 290.000 Euro für neues Logo – Steuerzahlerbund prüft Sinn der Ausgaben
Tobias LangHessen: 290.000 Euro für neues Logo – Steuerzahlerbund prüft Sinn der Ausgaben
Der Hessische Bund der Steuerzahler prüft das jüngste Rebranding-Projekt der Landesregierung. Es gibt Fragen, ob die Ausgaben von 290.000 Euro für ein neues Corporate Design eine sinnvolle Verwendung öffentlicher Gelder darstellen. Die Untersuchung folgt auf eine breite öffentliche Diskussion und Kritik an dem Vorhaben.
Laut Staatskanzlei beliefen sich die Kosten für die neue visuelle Identität des Landes auf etwa 290.000 Euro. Die Gesamtausgaben bleiben jedoch unklar, da interne Arbeiten noch andauern und die Umsetzung schrittweise erfolgt. Zum Vergleich wurden keine aktuellen ähnlichen Ausgabenposten des Landes genannt.
Joachim Papendick, Vorsitzender der Steuerzahler-Vereinigung, argumentiert, dass das Rebranding den Bürgern kaum einen echten Nutzen bringe. Er betonte, dass Steuergelder vor allem in essentielle Dienstleistungen fließen sollten – besonders in schwierigen Zeiten. Zwar erkennt der Verband die Notwendigkeit eines modernen Erscheinungsbildes an, besteht jedoch darauf, dass die Prioritäten den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechen müssen.
Die Prüfung könnte dazu führen, dass das Projekt in den jährlichen "Schwarzbuch – Verschwendung öffentlicher Mittel" aufgenommen wird. Diese Veröffentlichung listet fragwürdige Staatsausgaben auf. Die Entscheidung hängt davon ab, ob die Kosten als überhöht oder ungerechtfertigt eingestuft werden. Das Ergebnis der Untersuchung wird zeigen, ob das Rebranding als Geldverschwendung gewertet wird. Sollte es aufgenommen werden, würde das Vorhaben in die Reihe weiterer umstrittenen Verwendungen öffentlicher Mittel im Bericht des Verbandes rücken. Die Landesregierung hat sich bisher weder zu der Kritik geäußert noch weitere Details zu den Kosten genannt.






