12 March 2026, 20:03

Heitersheim plant Millionen-Sanierung für das historische Malteser Schlossviertel bis 2030

Ein detaillierter alter Stadtplan von Malta, der Gebäude, Straßen und andere Merkmale zeigt, mit Text oben und unten.

Heitersheim plant Millionen-Sanierung für das historische Malteser Schlossviertel bis 2030

Heitersheim plant umfassende Neugestaltung des historischen Malteser Schlossviertels

Im März 2026 wird der Stadtrat über ein großes Sanierungsprojekt für das historische Malteser Schlossviertel in Heitersheim entscheiden. Ziel ist die Restaurierung zentraler Gebäude sowie die Aufwertung öffentlicher Räume. Allein für den Schlosspark sind bis zu 550.000 Euro vorgesehen, weitere Fördermittel fließen in andere Teilbereiche des Vorhabens.

Im Mittelpunkt der Sanierungsmaßnahmen stehen mehrere denkmalgeschützte Bauwerke des Viertels. Für das Lampert-Gebäude sind Subventionen in Höhe von 750.000 Euro eingeplant, während die Häuser Gabriel und Raphael gemeinsam mit 845.000 Euro gefördert werden sollen. Diese Mittel übersteigen die üblichen Förderrichtlinien – ein Zeichen für die besondere Bedeutung des Projekts.

Geplant ist zudem der mögliche Verkauf der Lazarus- und Stehwagen-Gebäude an die Schloss-Heitersheim GmbH im Wege des Erbbaurechts. Ein Teil dieser Immobilien soll dem Malteser-Museum vorbehalten bleiben, um dessen Erhalt innerhalb des Ensembles zu sichern.

Über die Gebäudesanierungen hinaus steht eine grundlegende Aufwertung des Schlossparks Heitersheim an. Mit einem Budget von 550.000 Euro sollen der historische Innenhof und die umliegenden Grünflächen neu gestaltet werden, um deren kulturellen, architektonischen und öffentlichen Wert zu stärken. Parallel dazu läuft bis 2030 ein Quartiersmanagement, das im Rahmen des Nichtinvestiven Städtebauförderprogramms gefördert wird.

Auch die Kindertagesstätte im Malteser Schlosskomplex könnte von nachträglichen Fördermitteln profitieren. Bei einer Bewilligung könnte das Gesamtvolumen der Projektgelder auf bis zu 2 Millionen Euro steigen, wobei die Stadt etwa 800.000 Euro beisteuern würde.

Die endgültige Weichenstellung erfolgt am 17. März 2026, wenn der Stadtrat über die Pläne abstimmt. Bei einer Zustimmung würden nicht nur historische Gebäude saniert und öffentliche Flächen aufgewertet, sondern auch langfristige Finanzierungen für gemeinnützige Initiativen gesichert. Die Maßnahmen sollen die kulturelle und soziale Strahlkraft des Viertels nachhaltig stärken.

Quelle