Hamburger Kinder- und Jugendverband droht wegen 120.000 Euro die Schließung
Tobias LangHamburger Kinder- und Jugendverband droht wegen 120.000 Euro die Schließung
Der Verband für Kinder- und Jugendarbeit (VKJH) in Hamburg steht vor der Schließung – Grund ist die fehlende finanzielle Sicherheit. Um den Betrieb und die Einrichtungen aufrechterhalten zu können, benötigt der Verband jährlich zusätzliche 120.000 Euro. Ohne eine Lösung bleibt seine Zukunft ungewiss.
Offene Angebote für Kinder und Jugendliche in Hamburg leiden seit Langem unter chronischer Unterfinanzierung. Dadurch kämpft der VKJH selbst mit der Deckung grundlegender Verwaltungskosten.
Nun plant die Hamburger Bildungsbehörde, die Jugendombudsstelle mit einer neuen Stelle für Kita-Betreuung zusammenzulegen. Dieser Schritt gefährdet das OHA!-Büro für Kinder- und Jugendrechte des VKJH, das seit 2021 jährlich rund 300 Beratungen durchführt. Anja Post-Martens, eine der Geschäftsführerinnen des VKJH, wies darauf hin, dass die ursprüngliche Ausschreibung für das OHA bereits Kindertagesbetreuung umfasste.
Das Bundesnetzwerk Ombudschaft in der Jugendhilfe (BNO) hat sich eingeschaltet und Bedenken gegen die geplante Fusion geäußert. Falls bis Ende Juni keine Lösung gefunden wird, muss der VKJH über die Übertragung seiner 17 Einrichtungen und 27 Projekte an die Bezirksämter beraten.
Das Überleben des VKJH hängt davon ab, ob die fehlenden Jahresmittel beschafft werden können. Andernfalls droht die Auflösung des Verbandes, und seine Angebote könnten in die Zuständigkeit der Bezirke übergehen. Die geplante Zusammenlegung der Ombudsstellen verschärft die ohnehin angespannte Lage weiter.






