Hamburg bricht Kreuzfahrt-Rekorde: 1,4 Millionen Passagiere und mehr Nachhaltigkeit
Marie GüntherHamburg bleibt Deutschlands größter Kreuzfahrthafen - Hamburg bricht Kreuzfahrt-Rekorde: 1,4 Millionen Passagiere und mehr Nachhaltigkeit
Hamburg hat seinen Ruf als Deutschlands führender Kreuzfahrthafen nach einem Rekordjahr 2023 weiter gefestigt. Der Hafen verzeichnete fast 1,4 Millionen Passagiere und 295 Schiffsanläufe – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Zudem verlängern immer mehr Reisende ihren Aufenthalt, was die lokalen Ausgaben und den Tourismus ankurbelt.
Im vergangenen Jahr stieg die Kreuzfahrtaktivität stark an: Die Passagierzahlen erhöhten sich um 100.000 gegenüber 2022. Insgesamt legten 46 verschiedene Schiffe in Hamburg an, darunter drei Jungfernfahrten. Zudem nutzten 162 Kreuzfahrtschiffe Landstrom – ein Plus von 25 Prozent im Vergleich zu 2022 –, was die Emissionen während der Liegezeit reduziert.
In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Schiffe, die Hamburg erstmals anliefen, kontinuierlich gestiegen. Von nur zwei im Jahr 2021 stieg die Zahl auf acht im Jahr 2025 und erreichte 2023 mit zehn ihren Höhepunkt. Dieser Anstieg folgt auf die nachgeholte Nachfrage nach den pandemiebedingten Einschränkungen; insgesamt wurden 32 Erstanläufe registriert.
Auch die Tourismusgewohnheiten haben sich verändert. 2023 blieben 38 Prozent der Kreuzfahrtpassagiere mindestens eine Nacht in Hamburg – 2016 waren es nur 12 Prozent. Diese Besucher gaben durchschnittlich 133,59 Euro vor Ort aus, wobei 70 Prozent während ihres Aufenthalts Restaurants, kulturelle Sehenswürdigkeiten oder Einkaufsmöglichkeiten nutzten.
Gleichzeitig laufen Infrastrukturverbesserungen. Bis 2024 werden alle drei Hamburger Kreuzfahrtterminals über Landstromanschlüsse verfügen, was die Luft- und CO₂-Emissionen verringert. Die Umweltorganisation NABU, die sich seit 2011 für umweltfreundlichere Kreuzfahrten einsetzt, fordert weiterhin strengere Nachhaltigkeitsmaßnahmen in der Branche.
Hamburgs Kreuzfahrtsektor wächst – mit steigenden Passagierzahlen, längeren Aufenthalten und verstärkten ökologischen Initiativen. Die Investitionen in Landstrom und die wachsende Attraktivität als Reiseziel deuten auf ein weiteres Wachstum in den kommenden Jahren hin. Umweltschützer bleiben darauf fokussiert, den CO₂-Fußabdruck der Branche weiter zu reduzieren.






