Großer Einzelhandelsstreik droht: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen auf
Noah KrügerGroßer Einzelhandelsstreik droht: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen auf
Im Einzelhandel wurde zu einem Streik aufgerufen, nachdem die Lohnverhandlungen in einer Sackgasse endeten. Die Gewerkschaft ver.di und die Arbeitgeber konnten sich nicht einigen, was zu geplanten Protesten in mehreren Städten führt.
Von dem Streik betroffen sind große Handelsketten wie Rewe, Penny, Kaufland sowie weitere Unternehmen wie IKEA, H&M und Zara. Auch Beschäftigte bei Douglas, Hit, Primark, Metro und der Rewe-Logistik werden sich an den Arbeitsniederlegungen beteiligen. Proteste sind in Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt vorgesehen.
Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Lohnerhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten. Zudem soll die Ausbildungsvergütung um 150 Euro pro Ausbildungsjahr steigen. Darüber hinaus strebt ver.di eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag an. Die Arbeitgeber halten hingegen an ihrem Angebot fest: 2 Prozent mehr Lohn für Einzelhandelsmitarbeiter nach sechs Monaten und 1,8 Prozent für Großhandelsbeschäftigte – nach längerer Lohnstagnation.
Die Verhandlungen kamen nicht voran, da die Arbeitgeber ihre Vorschläge nicht verbessern wollten. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die aktuellen Angebote die erwartete Inflationsrate nicht abdecken.
Der Streik spiegelt die festgefahrenen Tarifverhandlungen wider. Beschäftigte und Auszubildende stehen nun vor Unsicherheit bei ihren Löhnen, während die Proteste beginnen. Einzelhandels- und Großhandelsmitarbeiter werden in wichtigen Städten für bessere Bezahlung demonstrieren.
