GIZ-Skandal: Millionenbetrug im Jemen erschüttert Entwicklungsagentur
Johanna JägerGIZ-Skandal: Millionenbetrug im Jemen erschüttert Entwicklungsagentur
Die staatliche deutsche Entwicklungsagentur GIZ steckt in einem schweren Finanzskandal. Verdacht auf Betrug durch Mitarbeiter im Jemen hat zu internen Ermittlungen geführt. Die Organisation hat bereits Fehlverhalten bestätigt und Konsequenzen gegen die Beteiligten eingeleitet.
Erstmals hatte die GIZ ihren Aufsichtsrat über die Betrugsvorwürfe im Jemen informiert. Eine interne Prüfung förderte daraufhin Beweise für Verstöße durch Angestellte zutage. Die Behörde bestätigte die Vorwürfe inzwischen und leitete disziplinarische Verfahren gegen die verantwortlichen Mitarbeiter ein.
Ersten Schätzungen zufolge könnte der finanzielle Schaden in die Zehnmillionenhöhe gehen. Das Ausmaß der Verluste wirft Fragen nach der internen Kontrolle des Unternehmens auf. Bisher hat die GIZ keine weiteren Details bekannt gegeben, wie es zu den Betrugsfällen kam oder welche Projekte betroffen sind.
Der Skandal setzt die GIZ unter Druck, ihre Finanzaufsicht zu überprüfen. Gegen die beschuldigten Mitarbeiter wurden bereits disziplinarische Maßnahmen ergriffen. Eine vollständige Bewertung der finanziellen Auswirkungen steht noch aus.






