08 June 2026, 14:04

Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des Anschlags von 2016

Heute Kicken, Morgen Wut

Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des Anschlags von 2016

Ein Fußballturnier in München ehrte die Opfer eines tödlichen Anschlags vor fast acht Jahren

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Am 6. Juni fand in München ein Fußballturnier statt, das an die Opfer eines verheerenden Anschlags vor nahezu acht Jahren erinnerte. Die von Hasan Leyla organisierte Veranstaltung sollte an die zehn Menschen gedenken, die beim Terroranschlag am 22. Juli 2016 ihr Leben verloren. Gleichzeitig setzte sich die Initiative dafür ein, die anfängliche Fehleinschätzung des Vorfalls – nicht als rechtsterroristische Tat, sondern als Amoklauf – zu korrigieren.

Am 22. Juli 2016 hatte ein Attentäter ein Einkaufszentrum in München gestürmt und zehn Menschen getötet: Armela Segashi, Can Leyla, Dijamant Zabërgja, Guiliano Kollmann, Hüseyin Dayıcık, Roberto Rafael, Sabine S., Selçuk Kılıç und Sevda Dağ. Viele der Opfer, darunter Can Leyla und Guiliano Kollmann, waren leidenschaftliche Fußballer.

Hasan Leyla, der bei dem Anschlag seinen Bruder Can verlor, organisierte das Turnier, um das Andenken an die Verstorbenen wachzuhalten. Im Mittelpunkt stand nicht der Wettbewerb, sondern die Anerkennung und der Zusammenhalt. Mannschaften aus Sportvereinen, Gewerkschaften und politischen Gruppen trafen sich, um gemeinsam teilzunehmen.

Gemeinsam mit seiner Frau Sibel und der Kampagne München erinnert setzt sich Leyla weiterhin dafür ein, dass der Anschlag offiziell als rechtsterroristische Tat anerkannt wird. Zwar wurde die ursprüngliche Einstufung als Amoklauf später berichtigt, doch Aktivisten fordern weitere Schritte. Das Turnier diente auch als Aufruf, die Unterstützung im Vorfeld der Gedenkveranstaltungen zum zehnten Jahrestag 2026 zu mobilisieren.

Das Fußballturnier bot einen Raum für Erinnerung und Solidarität. Indem es Menschen zusammenbrachte, lenkte es den Blick auf den anhaltenden Kampf um Gerechtigkeit und Anerkennung. Die Organisatoren hoffen, dass die Veranstaltung das Bewusstsein für den bevorstehenden Jahrestag des Anschlags schärft.

Quelle