Fürther Jugendbad Burgfarrnbach droht nach 60 Jahren das endgültige Aus
Johanna JägerFürther Jugendbad Burgfarrnbach droht nach 60 Jahren das endgültige Aus
Freizeitbad Burgfarrnbach in Fürth steht nach fast 60 Jahren vor der endgültigen Schließung
Das Jugendbad Burgfarrnbach, ein Freibad in Fürth, das ausschließlich Kindern und Jugendlichen bis 14 Jahren vorbehalten ist, könnte nach fast sechs Jahrzehnten Betrieb für immer seine Tore schließen. Die Besucherzahlen sind drastisch gesunken – 2025 wurden nur noch 275 Gäste gezählt –, während die Betriebskosten hoch blieben. Nun gefährden schwere technische Mängel und hohe Reparaturkosten die Zukunft der Anlage.
Bereits in der letzten Saison verlor das Beckensystem große Mengen Wasser. Wichtige technische Komponenten wie die Dosier- und Messtechnik der Wasseraufbereitung sowie die Umwälzpumpen sind defekt oder funktionieren unzuverlässig. Allein die Behebung dieser Probleme könnte bis zu 50.000 Euro kosten.
Eine vollständige Wiedereröffnung würde mindestens 165.000 Euro erfordern, um technische, bauliche und sicherheitsrelevante Mängel zu beheben. Doch das Bad blieb in dieser Saison geschlossen, und erst kürzlich wurde das volle Ausmaß der notwendigen Investitionen deutlich.
Die Stadt hat nun einen Beschlussantrag zur dauerhaften Schließung der Einrichtung vorgelegt. Der Fürther Finanz- und Verwaltungsausschuss wird am 10. Juni 2026 über die Schließung beraten. Sollte diese beschlossen werden, folgt ein Plan zur Nachnutzung des Geländes.
Das Bad verfügt über ein unbeheiztes 8x20-Meter-Becken, eine 1.000 Quadratmeter große Liegewiese, Umkleidekabinen und Sanitäranlagen. Trotz dieser Ausstattung sind die Besucherzahlen in den letzten Jahren stark zurückgegangen, was die hohen Kosten immer schwerer rechtfertigbar macht.
Angesichts der Rekordtiefststände bei den Besucherzahlen und der steigenden Reparaturkosten erscheint die Zukunft des Bades ungewiss. Die Entscheidung des Ausschusses im Juni wird zeigen, ob die Anlage endgültig geschlossen wird. Im Falle einer Zustimmung wird die Stadt anschließend mögliche Alternativnutzungen für das Gelände prüfen.






